Wirtschaftskrise schmälert auch ORF-Gebühren

17. Juni 2009, 17:57
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Länger Arbeitslose befreit - Generaldirektor warnt vor Verleger-Forderungen

ORF-Chef Alexander Wrabetz gibt Medienstaatssekretär Josef Ostermayer Daten mit auf den Weg zum Referat beim Zeitungsverband VÖZ am Donnerstag. 

Die vom Verband geforderten Werbebeschränkungen kosteten den ORF 130 Millionen Euro: 100 etwa ein Verbot der Fernsehwerbung ab 20 Uhr (obwohl zwischen 19 und 20 Uhr am teuersten und meisten geworben wird); 20 Millionen ein Verzicht auf Onlinewerbung. Beides erwägt die ÖVP.

Krisenbedingt sinkt die ORF-Werbung (und die der anderen Medien) schon ohne Beschränkungen. Nicht alleine diese Einnahmen trifft die Konjunktur. Die ARD erwartet bis 2012 200 Millionen weniger, vornehmlich wegen Gebührenbefreiung Arbeitsloser.

Von ORF-Gebühren befreit der Bezug der Notstandshilfe. Bis zu 1,5 Millionen Euro könnten dem ORF schon heuer dadurch entgehen, schätzt man auf dem Küniglberg; Kündigungen wirkten sich großteils erst 2010 aus. 

Kanzler Werner Faymann versprach zuletzt, dem ORF zumindest einen Teil der Befreiungen abzugelten. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 18.6.2009)

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