Faymann: Barroso einziger Kandidat als EU-Kommissionschef

17. Juni 2009 18:05

Bundeskanzler spricht sich für Wiederwahl des Amtsinhabers aus

Brüssel/Wien - Noch bevor Bundeskanzler Werner Faymann zum EU-Gipfel nach Brüssel abflog, fragten die Grünen Mittwoch nach, wie denn seine Position zur Wiederbestellung José Manuel Barrosos als Kommissionschef sei. Die nach Brüssel wechselnde Nationalrätin Ulrike Lunacek wollte in einer parlamentarischen Anfrage wissen, ob er im Rat für Barrosos Nominierung stimmen werde, obwohl die sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament dagegen sei und der Portugiese zudem als vehementer Vertreter von Atomenergie, Gentechnik und Deregulierung gelte.

Faymann erklärte dazu: "Die Anfrage konzentriert sich auf die Personalfrage, wir haben derzeit andere Sorgen. Es geht um Inhalte, nicht um Personen." Barroso sei der einzige offizielle Kandidat, und es sei politisch vereinbart, dass der Kommissionschef aus den Reihen der Konservativen kommen werde.

Im EU-Parlament hieß es indes, dass es derzeit keine Mehrheit für eine Abstimmung über Barroso Mitte Juli gebe. Man wolle damit warten, bis der Lissabon-Vertrag vollends ratifiziert sei. (DER STANDARD, Printausgabe, 18.6.2009)

 

SchwarzgeldVolksparteiÖsterreich
17.06.2009 21:44
lieber werner

brav hast du es ihnen klargemacht, es gibt nur einen kanditaten und basta. wir hier haben unsere macht mit dir schon gefestigt und das linke pack bald unter der knuttel.
wir dunkelmänner möchten unsere klaren diktatorischen gefühle auch nicht im stil eines mullah regimes verwässern und einen pro forma kanditaten aufstellen, wo kommen wir da hin.ich bin für klartext und kein kameltreiber,einfach aus, rap zap keine demokratie mehr. kuschen sollen alle weil ich ja so arm war bei meinem unterirdischen machtantritt.wenn ich und der barroso den europäischen notstand ausrufen, kriegst du lieber werner einen superposten, versprochen.
also immer brav lügen
euer kleiner diktator wolfi

nanonet
17.06.2009 21:33
Wahlresistent

Herr Faymann und seine Fuktionärsfreunde lernen aus Wahlen nie....
Sehr beruhigend für ÖVP und FPÖ.

Erich F.
 
17.06.2009 19:30
Jenseits von Demokratie, mitten in Europa

Herr Faymann redet über politische (nicht öffentliche) Vereinbarungen, anstatt über eine demokratische Wahl zu sprechen. Mit wem vereinbart man auf der Hinterbank so wichtige Dinge? Wo gibt es in einer (angebl.) Demokratie Absprachen wenn es um die Wahl eines Spitzenkanditaten für eines der wichtigsten Ämter geht, dessen personelle Besetzung über unser aller Schicksal entscheiden könnte? In einem Mullah Regime wäre dies Vorgangsweise sowie das totale Fehlen eines wählbaren Gegenkanditaten die Norm, aber bei uns in Europa? Völlig Inakzeptabel, antidemokratischund für uns alarmierend, Herr Faymann. Das ist kein Demokratiebewußtsein,daß Sie uns zeigen, daß ist eine Räterepuplikanische vorgehensweise, die ich nicht zu akzeptieren gewillt bin.

Christoph ************
17.06.2009 18:56

"Faymann erklärte dazu: "Die Anfrage konzentriert sich auf die Personalfrage, wir haben derzeit andere Sorgen. Es geht um Inhalte, nicht um Personen.""

Widerlich wie Faymann anscheinend die politische Spitzenposition einer Schlüsselinstitution der EU beurteilt. Natürlich geht es um Personen, worum soll es bei einer "Personalfrage" sonst gehen?

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