Neue Vorwürfe gegen Meinls

17. Juni 2009, 17:32
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AI/PI-Board stellt Verdacht auf Geldwäsche in den Raum

Wien - Nächste Runde im Kampf Airports International / Power International gegen die Meinl Bank. Das neue Board von AI/PI hat bei der Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmung der Rekordkaution von 100 Mio. Euro beantragt, die von Julius Meinl V. im Rahmen des Strafverfahrens hinterlegt wurde. Das Geld soll als Sicherstellung für Schadensansprüche von AI gegenüber der Meinl Bank dienen.

Außerdem haben die von "Rebellen" eingesetzten Direktoren bei der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht, die gegen die früheren Direktoren der beiden Gesellschaften den Vorwurf der Geldwäsche, Untreue, Hehlerei, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Bildung einer kriminellen Organisation beinhaltet - es gilt die Unschuldsvermutung. Zudem hat das Board weitere Ausschüttungen an die Zertifikatsinhaber angekündigt.

Die Meinl Bank hat die bisherigen und geplanten Ausschüttungen von AI/PI genau nachgerechnet und einen "ungeklärten Verbleib von 276 Mio. Euro" festgestellt. Peter Weinzierl, Chef der Meinl Bank, merkt zudem an, dass die Anleger "seit der Übernahme durch das Board keinerlei regelmäßige Finanzinformation bekommen" . Der Jahresabschluss sei von April auf September verschoben worden und Angaben zum Verkauf der Energie-Projekte widersprüchlich. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.6.2009)

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