Volatilität wird zum Gradmesser

17. Juni 2009, 17:17
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RCB nutzt Schwankung als Indikator für Aktieninvestment

Die Schwankungen an den Aktienmärkten (Volatilität) haben in den vergangenen Monaten so manchem Anleger Schweißperlen auf die Stirn gezaubert. Starke Kursanstiege, aber auch schnelle Kursverluste, haben das Börsengeschehen bestimmt.

Diese Volatilität nimmt die Raiffeisen Centrobank (RCB) nun als Indikator für ein neues Zertifikat. Beim "Portfolio Navigator" bestimmt die Volatilität nämlich jene Quote, die in Aktien veranlagt wird.

In steigenden Aktienmärkten ist die Volatilität meist gering - fallen die Kurse, nehmen die Schwankungen tendenziell zu. Dieser Idee folgend wird bei dem Zertifikat das Basisinvestment (der EuroStoxx-50) mal mehr, mal weniger stark gekauft. Steigt die Volatilität an, wird der Aktienanteil (also der Index) verringert und zusätzlich in den 3-Monats-Euribor investiert. Je turbulenter es an den Börsen zugeht, desto größer wird der "sichere Hafen" der Zinserträge.

Einmal pro Woche

Die Volatilität wird einmal pro Woche (am Freitag) berechnet und das Investment angepasst. So soll sichergestellt werden, dass bei starker Volatilität weniger Aktien im Portfolio sind, die von den Schwankungen betroffen sein können.

Das Zertifikat ist mit einer kurzen Laufzeit von vier Jahren ausgestattet - und mit einer Kapitalgarantie von 100 Prozent. Im schlimmsten Fall bekommt der Anleger am Ende der Laufzeit also sein eingezahltes Kapital zurück. Nach oben hin sind keine Grenzen eingezogen - also partizipieren Investoren am Gewinn voll mit.

In einer Rückrechnung hat der "Portfolio Navigator" laut RCB von 1999 bis 2009 durchschnittlich 13,21 Prozent erzielt. Ein reines Garantiezertifikat auf den EuroStoxx-50 konnte hingegen nur 10,18 Prozent erwirtschaften.

Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 2. Juli. (bpf, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 18.6.2009)

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