US-Leistungsbilanzdefizit schrumpft nicht so stark wie erwartet

17. Juni 2009, 14:59
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Washington - Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2009 nicht so stark zurückgegangen wie erwartet. Der Fehlbetrag ging zwar auf 101,5 Mrd. Dollar (73,3 Mrd. Euro) von revidiert 154,9 Mrd. Dollar im vierten Quartal zurück, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt allerdings nur mit einem Defizit von 85,0 Mrd. Dollar gerechnet.

Damit beträgt das Defizit 2,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Dies ist der niedrigste Wert seit dem ersten Quartal 1999. Im vierten Quartal hatte es noch bei 4,4 Prozent gelegen.

Das US-Leistungsbilanzdefizit gilt als eines der größten Risiken für die Weltwirtschaft, da die USA zur Finanzierung des in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Fehlbetrags immer mehr ausländisches Kapital benötigen.

Grund für den geringeren Fehlbetrag sind die in der Rezession deutlich gefallenen Warenimporte. Das Defizit des vierten Quartals 2008 wurde von zunächst 132,8 auf 154,9 Mrd. Dollar revidiert. (APA/Reuters/dpa-AFX)

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