Erste VKI-Sammelklage gegen den AWD kommt Ende Juni

17. Juni 2009, 17:37
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Insgesamt 2.500 Geschädigte mit 40 Millionen Euro Schaden beteiligt

Wien - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wird am 30. Juni beim Handelsgericht Wien die erste Sammelklage gegen den Finanzvertrieb AWD einbringen.

Unterstützt wird der VKI dabei vom deutschen Prozesskostenfinanzierer Foris. Mit der ersten Sammelklage für 100 Geschädigte will der VKI systematische Fehlberatung durch den AWD beim Vertrieb von Immofinanz- und Immoeast-Aktien nachweisen und Schadenersatz für die Konsumenten erstreiten. Insgesamt beteiligen sich rund 2500 Geschädigte an der Aktion der Konsumentenschützer, die den Gesamtschaden mit 40 Millionen Euro beziffern.

Mit einer Klage gegen Bestätigungsklauseln (über Risikoaufklärung) in Gesprächsprotokollen, die AWD-Kunden nach Beratungen zur Unterschrift vorgelegt werden, ist der VKI indes in erster Instanz beim Handelsgericht Wien abgeblitzt. Der VKI hatte den AWD im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums auf Unterlassung der Verwendung dieser Klauseln geklagt und will nun berufen.

"Das ist uns ein ordnungspolitisches Anliegen" , sagte VKI-Rechtsexperte Peter Kolba dem Standard. Die Protokolle würden von Konsumenten nach Beratungsgesprächen "oft als reine Formalität ungelesen unterschrieben" . Es gelte daher, sie vor so weitreichenden Tatsachenbestätigungen, die in Deutschland bereits verboten seien, zu schützen. Es gebe dazu auch schon ein rechtskräftiges Urteil, bei dem ein Bezirksgericht in Wien trotz unterschriebenen Protokolls von einer Falschberatung durch den AWD ausgegangen ist. (Gabriele Kolar, <!-- /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-parent:""; margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:12.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 {size:612.0pt 792.0pt; margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; mso-header-margin:36.0pt; mso-footer-margin:36.0pt; mso-paper-source:0;} div.Section1 {page:Section1;} --> DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.6.2009)

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