Wien soll nicht Neukölln werden

16. Juni 2009, 20:17

Stadt-VP setzt auf Prävention - und die Erfahrungen einer Berliner Jugendrichterin

Wien - Wien darf nicht Neukölln werden, findet die Wiener VP, und lud Montagabend zur Podiumsdiskussion. In dem Berliner Bezirk gehören eine hohe Arbeitslosenrate, Jugendkriminalität und Integrationsprobleme zum Alltag. „Sozialer Sprengstoff pur", so bezeichnet dies Jugendrichterin Kirsten Heisig. Die Zahl der Körperverletzungen unter Kindern und Jugendlichen habe zwischen 1990 und 2008 um 274 Prozent zugenommen.
Wien sei mit Neukölln nicht zu vergleichen, betonte VP-Stadträtin Isabella Leeb. Aber es gelte in Prävention zu investieren. Leeb forderte mehr Personal für die Jugendwohlfahrt und Eltern-Coaching.

Heisig ist eine der Erfinderinnen des - nicht unumstrittenen - „Neuköllner Modells". Dieses sieht unter anderem vor, dass jugendliche Straftäter, wenn die Beweislage eindeutig ist, bereits drei Wochen nach der Tat vor Gericht stehen können. Dazu bedarf es einer engen Vernetzung aller involvierten Behörden und Institutionen im „Kiez". „Das spricht sich herum", schildert die Richterin.
Intensivtäter bekomme man so aber nicht in den Griff. Heisig: „Wenn ein Jugendlicher einem anderen das Handy abzieht, weil der ein neueres Modell hat, kann ich das ja noch halbwegs nachvollziehen." Aber bei 14-Jährigen, von denen manche bereits bis zu 30 Taten begangen haben, gebe es eben keine andere Möglichkeit, als diese in eine Strafanstalt einzuweisen.

80 Prozent dieser „Intensivtäter" kämen in Neukölln aus migrantischen Familien, sagt Heisig, bei denen die Arbeitslosenquote bei 60 Prozent liege. „Wir brauchen diese Kinder und Jugendlichen aber für die Zukunft der Stadt - als Polizisten, als Mitarbeiter von Jugendämter und in Kindertagesstätten."
Es sei sinnvoll, wenn bei Jugendlichen Verfahren nicht lange dauerten, sagt Udo Jesionek zum Standard. Der frühere Präsident des 2002 aufgelösten Jugendgerichtshofes warnt aber vor Patentrezepten. „Jugendrichter müssen sich jeden Einzelfall genau anschauen, schematische Lösungen gibt es keine." Man habe jedenfalls mit Diversion gute Erfahrungen gemacht. Laut jüngster Kriminalitätsstatistik gibt es im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität in Österreich einen Rückgang von rund 14 Prozent. (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD Print-Ausgabe, 17.06.2009)

 

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quid pro quo
28
19.6.2009, 14:28

"...80 Prozent dieser „Intensivtäter" kämen in Neukölln aus migrantischen Familien, sagt Heisig, bei denen die Arbeitslosenquote bei 60 Prozent liege..."

Wie gut dass das in Wien nicht passieren kann, denn hier verkauft uns die Wiener Stadtregierung die Mitglieder der migrantischen Familien als Arbeitnehmer, die regelmäßig Sozialversicherung und Steuer zahlen und unsere Pensionen über einen persönlichen Zeitraum von ca. 30 Jahren zahlen werden.

Außerdem behauptet die Stadtregierung, dass "die Ausländer" in einem höheren Ausmaß als "die Einheimischen" eh keine Krminiellen sind und wenn dann nur ganz ganz wenige.

Wien ist anders als Neu-Köln.

Nur schade, dass die Realität in Wien eine andere ist.

LeMik
00
22.6.2009, 14:02

..empfehle ihnen den heutigen "kurier" als lektüre!

bixente uhudla
 
31
19.6.2009, 18:49

ist es so scher zu verstehen und zu vermitteln das die normalverteilung der ar***löcher bei migranten in etwa genauso hoch ist,wie bei den einheimischen...

daß österreich ganz ohne migration negativwachstum hätte und sehr schnell noch überalterter wäre,als es eh schon ist,kann man auch ncht wegleugnen-was wäre ihre lösung für dieses problem?

quid pro quo
05
20.6.2009, 14:36

"...ganz ohne migration negativwachstum hätte und sehr schnell noch überalterter wäre,als es eh schon ist,kann man auch ncht wegleugnen-was wäre ihre lösung für dieses problem?..."

Mein Lösungsansatz:
Künftige legale Zuwanderer sollen - ähnlich USA, Kanada, Australien - bestimmte Qualifikationen aufweisen, Grundkenntnisse der Sprache des Landes, in welches sie einwandern wollen, beherschen.
Hier schon lebende legale Zuwanderer qualifizieren (beruflich, sprachlich, Zusatzausbildung).

So wie es jetzt ist, das führte bereits zu der uns bekannten derzeitigen - wahrscheinlich für alle - unbefriedigenden Situation.

wien 1220
 
51
19.6.2009, 15:27

Und was sagt dieses Post anderes aus, als Ausländer/Migranten sind einfach keine anständigen Menschen sondern nur Schmarotzer, besonders wenn sie aus dem Süden kommen?

So viel zur Differenzierungsfähigkeit!

quid pro quo
03
20.6.2009, 14:30

"...Und was sagt dieses Post anderes aus, als Ausländer/Migranten sind einfach keine anständigen Menschen sondern nur Schmarotzer, besonders wenn sie aus dem Süden kommen? ..."

Das wollte ich damit nicht ausdrücken. Die vom Standard/Jugendrichterin genannten Arbeitslosenquoten von legalen Zuwanderern in Neu-Köln stelle ich nicht in Frage.

Die Leugnung der Probleme in Neu-Köln und Wien durch die jeweiligen Stadtregierungen ist wohl identisch. Und da sich die Menschen im wesentlichen nicht so voneinander unterscheiden, wirds wohl in Wien ähnlich sein.

Die Konsequenz daraus: Handlungsbedarf seitens der Wiener Stadtregierung und Politik, denn jeder Arbeitslose ist zuviel. Jeder Kriminelle auch.

Christoph ************
02
19.6.2009, 01:29

Seit wann veranstaltet die ÖVP denn FPÖ Veranstaltunen?

Wien darf nicht Hietzing werden.

Vedl
 
12
18.6.2009, 19:48
Floridsdorf darf nicht Rudolfsheim werden!!!

oxizes
01
18.6.2009, 14:55
Sie brauchen diese Jugendlichen

zur Joberhaltung für Polizisten, Juristen etc.

eine kleine dezime
11
17.6.2009, 21:23

Neukölln ist eigentlich ur nett, das ganze war doch hochgespielt von den dt Medien...

8 Millionen Lebensmenschen
151
17.6.2009, 17:48

Wien wäre lebenswert wenn es wie Neukölln würde.

Der Vitatlität, Lebensfreude und Internationalität dieses Berliner Kleinods steht die provinzelle Einöde Wiens gegenüber.

Andreas N
00
Bagdad

Wien wäre lebenswert, wenn es Bagdad wäre. Jeder Tag ein spannender Tag und jeden Tag Bombenstimmung....

oxizes
02
18.6.2009, 14:55
Herrlich zynisch

fabrikant
012
18.6.2009, 12:14

keine angst, in ein paar jahren ist wien auch wie dieses anatolische kleinod.

ramazotti
22
18.6.2009, 18:50

häupl-grün-salat sei dank!

bixente uhudla
 
11
19.6.2009, 18:52

häupl bzw. die stadt wien macht keine einwanderungspolitik,die grünen noch viel weniger-einwanderungspolitik und die begleitenden gesetze macht die bundesregierung...also seit der gründung der 2.republik die spö,die övp,die fpö und das bzö..

eman1
31
17.6.2009, 11:36
neukölln ist super!

brille
00
17.6.2009, 10:52
Wir sind die Blumen aus dem Gemeindebau

http://www.volkshilfe-wien.at/online/pa... p?P=100138
SPÖ-Behübschung

alles fotzen ausser mutti
014
17.6.2009, 09:16

"80 Prozent dieser „Intensivtäter" kämen in Neukölln aus migrantischen Familien, sagt Heisig, bei denen die Arbeitslosenquote bei 60 Prozent liege."

das muss man jetzt mal so stehen lassen.

oxizes
03
18.6.2009, 14:57
Und es wird immer ärger

ramazotti
02
17.6.2009, 14:23

So sieht der Multikulittraum in Realität aus.

bixente uhudla
 
10
19.6.2009, 18:54

nein...so siehts aus wenn man die leute reinhohlt und dann sich selbst überlässt...wenn man will,daß sich migranten integrieren muss man auch intergrationspolitik machen,aber das wollte ja keine der bundesregierungen der letzten 3 jahrzehnte tun...

fabrikant
02
17.6.2009, 14:08

und warum wundert mich das nicht ?

politisch verfolgt
222
16.6.2009, 21:35
jetzt endlich verstehe ich

wie das alles gedacht ist. folgender absatz erklärt es: "80 Prozent dieser „Intensivtäter" kämen in Neukölln aus migrantischen Familien, sagt Heisig, bei denen die Arbeitslosenquote bei 60 Prozent liege. „Wir brauchen diese Kinder und Jugendlichen aber für die Zukunft der Stadt - als Polizisten, als Mitarbeiter von Jugendämter und in Kindertagesstätten."

wir brauchen also mehr zuwanderung, um die zuwanderer, die hier bereits als arbeitslose oder auch intensivtäter existieren, zu verwalten. hmm.
nur eine kleine frage noch: wie werden dadurch unsere pensionen gesichert? dazu müßten die ja irgendwie etwas erwirtschaften, was über dem liegt, was sie kosten.
ich glaube, ich verstehe es doch nicht. schade.

quid pro quo
02
19.6.2009, 14:30

Wenn legale Zuwanderer laut Aussage vor allem der Wiener Stadtregierung unsere Pensionen sichern, dann bitte schön fordere ich, dass pro Jahr mehrere Millionen Zuwanderer in Wien legal einwandern sollen.

Denn je mehr Zuwanderer desto sicherer die Pension. Und wir wollen doch die Pensionen sichern, oder?

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