Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ziemlich katastrophal, die Ergebnisse der Langzeitstudie über die Werte der Österreicher, die ein Team erfahrener Wissenschafter in Buchform veröffentlicht hat (Die Österreicher innen. Wertewandel 1990-2008, Czernin-Verlag). Die Schlagworte, die die Standard-Redaktion dafür gefunden hat ("Zwischen Führersehnsucht und Fremdenhass" , "Hoamatl statt Globalisierung" ), sind Zuspitzungen, aber keine unzulässigen.
Der Befund überrascht nicht. In der Realität ist Österreich ein sehr konservatives, sehr rechtes, wenig weltoffenes Land, in dem eine halbwegs liberale Minderheit unausgesetzt wassertreten muss.
Dass Österreich gleichzeitig ein sehr erfolgreiches und reiches Land ist, kann (auch) damit erklärt werden, dass die Sekundärtugenden, die mit der Grundstruktur des autoritären Charakters einhergehen - Fleiß, Verlässlichkeit, Begabung für technisches Tüfteln, eine gewisse praktische Schläue - die Basis des bisherigen wirtschaftlichen Erfolges bildeten. Darüber hinaus: Eine ziemlich dünne Schicht von Hochbegabten, Visionären und Nonkonformisten retteten und retten auch die Zweite Republik vor der immer drohenden Mittelmäßigkeit. Dazu gehören Künstler, die anfangs beinahe gelyncht worden wären, Wissenschafter, die man mühsam aus dem Ausland zurückholen muss und ein paar Unternehmer, die neue Märkte in Osteuropa erkannten.
Der Befund, den die Studie Die Österreicher innen (eine subtile Spielerei mit einer Sicht "von innen" und dem politisch korrekten Binnen-I) ist allerdings insofern alarmierend, als er eine Verschlechterung wichtiger Parameter zeigt. Kurz gefasst: Die Österreicher sind noch autoritätsgläubiger, demokratieverdrossener , fremdenfeindlicher geworden.
Und das, obwohl sie wohlhabender wurden. Die Erklärung liegt vermutlich in der Angst um das Erreichte. Sie ist nicht unberechtigt. Der Sozialstaat ist nur noch auf Schulden finanzierbar. Am unteren Ende der Sozialskala findet ein Verdrängungskampf zwischen schlecht ausgebildeten jungen Zuwanderern und schlecht ausgebildeten jungen "echten Österreichern" statt. Die Globalisierung verschiebt traditionelle Produktionen in Billiglohnländer.
Der wichtigste Grund für eine berechtigte Angst ist den meisten allerdings nicht bewusst: Österreich kann nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn es viel mehr Bildungs- und Wissensgesellschaft wird. Das ist aber nicht der Fall. Eher im Gegenteil.
Dass Österreich jetzt drei Brüll-und Krawallzeitungen hat statt einer, ist nur ein Symptom. Schon schlimmer, dass alle Parteien außer den Grünen die Brüll-und Krawallpolitik der extremen Rechten und der einschlägigen Zeitungen übernehmen. Aber auch die Grünen machen in Teilbereichen bei populistischer Pseudo-Politik (kontra EU, pro "Reichensteuer" ) mit.
Der öffentliche Diskurs müsste in Richtung Differenzierung, Suchen nach unkonventionellen Lösungen gehen. Er läuft in die Gegenrichtung. Es geht nur noch um Besitzstandswahrung, Reformunfähigkeit, Niederknüppeln von Ungewohntem.
Die Rechte hat schon jetzt fast die stimmungsmäßige Hegemonie. Ob darauf auch die endgültige politische Hegemonie folgt? (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 17. Juni 2009)
Österreich in seinen verschiedenen Formen war fast immer ein Zuwanderungsland
U-Ausschuss sieht "Totalversagen" der Sicherheitsbehörden bei den NSU-Morden
Beim Wording muss man höllisch aufpassen, weiß der Vizekanzler
Von grünen Radwegen und gelben T-Shirts
Ein Lehrbeispiel sozialbürokratischer Lebenslüge plus Mobbing gegen einen Engagierten plus Politikerfeigheit
Karl-Heinz Grasser oder die möglicherweise längste Unschuldsvermutung der Welt
Es gibt ein linkes grünes Potenzial, aber auch ein bürgerliches
Das Projekt "Fuzo in der Mahü" macht einen unentschlossenen, undurchdachten Eindruck
Leidet Heinz-Christian Strache unter einer gewissen Fixierung?
Pestizide bedrohen die Bienen - Warum ließ Umweltminister Berlakovich gegen ein EU-Verbot stimmen?
Wahlberechtigt waren 532.496 Personen, davon hielten es 298.696 für notwendig, hinzugehen
Und aus. Keine endlose Nachtsitzung ohne Ergebnis, kein Betongießen
Die "Werte" haben es in den Einbürgerungstest geschafft
Die Poster haben eine kleine Auswahl an Nervtötern zum Artikel über den Tag des Lärms angegeben
Diejenigen, die unverantwortliche Geschäfte gemacht haben, wurden nicht zur Verantwortung gezogen
Junge Männer ohne Perspektiven. Sie sind das explosivste Element in explosiven Zeiten
Allein in Oberösterreich fielen im Jänner und Februar fünf FP-Funktionäre durch rechtsextreme Aktivitäten auf, drei wurden zum Parteiaustritt gezwungen
Nach dem Schwenk Luxemburgs ist Österreich isoliert. Einen Plan B gab es bisher nicht
Anti-Kirchen-Volksbegehren - ob die Neos da aufs richtige Pferd setzen?
Blecha verkörperte aber auch die dunkle Seite der Reformmacht
Ob Europa- oder Innenpolitik, die Regierung ist im Nadelstichbereich angelangt
Man könnte argumentieren, dass ganz Österreich in einer "schwierigen Phase" ist
Es ist immer ein Missverständnis, wenn ein FPÖ-Funktionär einen kleinen Ausflug in die Nazi-Welt nimmt
Können wir auf das "Großmutter-Sparbuch", in das keiner reinschauen kann, hoffen?
Bei dem geplanten Demokratiepaket wird dem Bürger nachgeschnüffelt
Die Bundesländer wollen für die Wohnbauförderung eine Entschädigung
Aus der wunderbaren Welt der österreichischen Hochbürokratie
"Keine Verhetzung": Ja, und die Erde ist eine Scheibe
Es ist leicht, den Überblick zu verlieren, was Stronachs Personal in den Ländern betrifft
Gerhard Dörfler ist die freundliche Seite der politischen Verkommenheit
Der Parlamentsumbau wird viel kosten - aber das müssen wir uns leisten
Auch Generalstabschefs sind Beamte, die halt irgendwann in Pension gehen
Die Kräfte des "vernünftigen Kärnten" haben jetzt eine Chance
Die ÖVP will Gemeindebaumieter, die zu viel verdienen, ausfindig machen
Strukturelle Schwierigkeiten der EU sind evident, zerfallen wird sie trotzdem nicht so leicht
Gibt es Faderes als Politiker, die im TV so tun, als würden sie kochen?
Hans Rauscher analysiert die ersten Ergebnisse aus Kärnten und Niederösterreich, ihre Konsequenzen für die FPK und Anzeichen für die Nationalratswahl im Herbst
Es ist ein Symbolthema: Straßen, die plötzlich anders heißen sollen, weil der Namensgeber doch nicht würdig und vertretbar ist
Durch die Aktion der kämpferischen Mutter wurde offenbar, dass die Kreuze in den Klassenzimmern ein gewisses Legitimationsproblem haben
Die Idee eine verpflichtenden Volksbefragung ist demokratiepolitische Unfug
Ungarn unter Orbán widerspricht vollkommen den Werten der EU
Das Pestizidverbot ist eine Imagekatastrophe für Berlakovich, für seine ÖVP, aber vor allem für die Landwirtschaft
wenn das gemeine Volk auch mal seine verehrten Journalisten beschimpfen darf.
"...auch die Grünen machen in Teilbereichen bei populistischer Pseudo-Politik (kontra EU, pro "Reichensteuer" ) mit."
*schimpf!!!*
und machen wir dafür ausgezeichneten Journalismus, Journalismus mit Weltformat. Machen wir ein Blatt, das den Namen STANDARD verdient, also einen Standard für europäische Medien setzt. 1. Das angestrebte Niveau ist das der New York Times, des Guardian und Economist, von El Pais, La Repubblica, von der Neuen Zürcher Zeitung, auch der Süddeutschen und der FAZ. Die Dinge werden aus öst. UND europäischer Sicht betrachtet. 2. Dazu: Wirklich viel Recherche und nicht nur Übernahme von Agenturmeldungen, ab und zu Reportagen. 3. Strikte Trennung von Nachricht und Kommentar, 4. Eine gehaltvolle Wochenendbeilage, d.h. auch, aber nicht nur Life-Style, 5. Ausgezeichnetes Deutsch, 6. Eine ordentliche Druckfehlerkontrolle, wieder einen Korrektor. MFG
wir importieren in grossem stil völlig ungebildete sozialfälle, die in europa niemand will. deren sprösslinge sind absolut bildungsresistent und behindern nach kräften die ausbildung der anderen. unsere lehrer feilschen rücksichtslos um jede minute unterrichtszeit ( bald kommt die 30 minuten ue) und sind nach 30 dienstjahren angeblich schon total ausgebrannt>> wie sie sagen. wie werden wir denn eine........ ???
Die Wähler haben in Österreich selbstverständlich das Recht, rechts zu wählen, wenn sie mit den derzeit gegebenen Umständen nicht mehr einverstanden sind.
In ganz Europa haben wir einen Trend nach rechts, warum soll das in Österreich verwerflich sein?
In einer Demokratie bestimmt nicht die Linkspresse den Kurs, sondern die Wähler und das ist gut so.
die dreissig ununterbrochenen jahre der sozialdemokratischen (allein)herrschaft sind noch nicht lange vorbei und schon fantasieren leute von der "rechten hegemonie". und nach der relativ kurzen unterbrechung durch schüssels alleingänge sind die sozialdemokraten schon wieder einige jahre am ruder. also vertritt die spö die "rechte hegemonie" oder ist herrn rauscher schon schwerhörig, dass er nur die lauten stra-che rufe vernimmt?
s.g. herr rau, schon wieder ein vorurteilsgespickter artikel, diesmal nicht gegen die türken, sondern gegen die (b)ösis an sich. wären sie doch beim kurier geblieben, ihr antinazikreuzzug hat weder niveau noch klasse und ufert im einseitigen schlechtmachen des eigenen landes aus!
politische bildung.
alleinherrschaft ungleich regierungspartei ungleich stärkste partei.
sollte man wissen wenn man zumindest die hauptschule abgeschlossen hat.
aber wenn sie mir eine quelle für die "dreissig(sic!) ununterbrochenen jahre der sozialdemokratischen (allein)herrschaft" zeigen, knie ich vor ihnen.
...klärens mir das mit den 30 Jahren ununterbrochener sozialdemokratischer Hegemonie? soweit ich mich erinnere gabs da ein Jahrzehnt in den 70ern wo die Sozialdemokratie ein paar Ansätze verwirklichen konnten um sich spätestens in der Mitte der 80jahre überhaupt nicht mehr von einer strukturkonservativen Volkspartei zu unterscheiden.
auch mit ihren absoluten mehrheiten nur "ein paar ansätze" verwirklichen? welche wenigen denn? alles ist ja relativ und wenn man weit genug links steht ist alles andere daneben rechts.
dass die sozis verkrusteten und ihre macht, sagen wir gnädig nicht optimal ausübten ist sicher ein wegbereiter für rechtsparteien.
eigentlich ein normaler politischer prozess, aber sicher nicht für jemanden, für den links automatisch gut und rechts automatisch böse ist.
trocknen sie ihre krokodilstränen und warten sie 30 jahre, dann kommen wir wieder in eine linke hegemonie, ganz sicher! Da wird bösterreich wieder spösterreich heissen, keine sorge.
wahl), Nonkonformisten und solche die es noch werden wollen, retteten und retten die 2te Republik sicher sehr gerne. Schließlich fahren sie damit ja nicht schlecht. Die wissen das und schätzen es.
Konservativ, rechts und wenig weltoffen sein ist auch keine Schand´, wo wir doch wissen dass allzu "fortschrittlich", links und grenzenlos weltoffen oft schnurstracks in die chaotische Scheis(Platzhalter)e führt. Und die Brüllzeitungen, mein Gott, man liest sie oder liest sie halt nicht. Zuviel nur Qualitätszeitung reinziehen würde die dünne Schicht Kapazunder dicker machen und die Ausgewogenheit empfindlich stören.
Darum sag ich, Herr Redakteur Rauscher, fein sein, beinand´bleiben. Mir wern ka Studie brauchen.
Aber das wissens ja eh, oder?
S.g. Herr Rauscher, unkonventionelle Lösungen braucht es gar nicht so sehr wie die Durchsetzung vernünftiger Bund-Länder-Finanzierungsverhältnisse. Das ist die Wurzel der meisten Probleme in Österreich - Budget, Gesundheit, Bildung, Verkehr etc.
IMO Unsinn. Was hat Österreich denn für massive Probleme? Wir zählen zu den reichsten Ländern der Welt, unser Gesundheitssystem ist trotz vieler Problemchen im weltweiten Vergleich weit vorne mit dabei; unser Bildungssystem ist trotz Gehrer und Schmid noch nicht zusammengebrochen; unsere Infrastruktur ist hervorragend.
All das kann man natürlich systematisch schlechtreden und kaputtkritisieren - wie es IMO die Krone macht, die zB auch dem langweilig-ruhigen Ottakring glatt unterstellt, irgendwelche Gemeinsamkeiten mit den Armenvierteln in Berlin oder gleich mit einem "Ghetto" zu haben.
Etwa 26 Prozent zählen zu den Reichen, aber nicht WIR. Wir Poster eher nicht. Die Reichen würden 100 Euro für ein Posting verlangen, wir machen das gratis:-)
Fast alle Infrastrukturen wurden durch die Privatisierungen schlechter, teurer und für viele nicht mehr erreichbar. Gesundheit, Sozialstaat, Schulen, Energieversorgung, öffentl. Verkehr, Sicherheit... Alles was jeder existentiell braucht gehört wieder zurück zum Staat bzw. gestärkt.
ja, muco! alles erkauft durch hohe steuern (auf arbeit!). reichtum ist doch ungleichmässig verteilt!
redens ned von "wir sind reich".
gesundheitssystem ist kurz vor dem bankrott. leistung wird immer mehr eingeschränkt.
ottakring ist gott sei dank noch nicht kreuzberg. aber für die einheimische bevökerung fast schon verloren an rotes stimmvieh aus anatolien.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.