Sozialisten suchen neuen Weg

16. Juni 2009, 17:49
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PS-Chefin will Parteispitze straffen – Polen gegen Paris

Paris - Ein halbes Jahr - das ist die Frist, die Frankreichs Oppositionsführerin Martine Aubry der Sozialistischen Partei (PS) nach dem dramatischen Stimmenverlust bei der Europawahl gesetzt hat. Ziel: "den Kurs ändern" . Noch in dieser Woche will die resolute Politikerin eine gestraffte Mannschaft für die Parteispitze vorstellen. Darunter sollten der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe, Exparteichef François Hollande und ihre parteiinterne Konkurrentin, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal, sein, hatte es vor einigen Tagen geheißen.

16,5 Prozent der Stimmen hatte die PS bei der Europawahl erreicht - ein Absturz von 27 Prozent bei den vorherigen Wahlen und eine verheerende Niederlage gegenüber der Präsidentenpartei UMP, die mit 28 Prozent triumphierte.

Unterdessen bekommt Frankreich neben Deutschland weitere Konkurrenz um den Schlüsselposten des Wirtschaftskommissars in der neuen Europäischen Kommission: Die polnische Regierungspartei PO kündigte an, den Wirtschaftsexperten Janusz Lewandowski für den Posten nominieren zu wollen. (red, AFP, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 17.6.2009)

 

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