Kaka-Deal überrascht Finanzministerin

16. Juni 2009, 13:41
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Gewährte Kredite stoßen bei Elena Salgado auf wenig Ver­ständnis: "Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind..."

Madrid - Real Madrid braucht sich um die sündteure Finanzierung der Fußball-Superstars Cristiano Ronaldo und Kaka keine Sorgen mehr zu machen. Der spanische Rekordmeister erhielt nach Presseberichten vom Dienstag von der Großbank Santander und von der Großsparkasse Caja Madrid einen Kredit von zusammen rund 150 Millionen Euro. Als Garantie sehen beide Geldinstitute demnach die Fernseh-Übertragungsrechte der Erstligaspiele, die den "Königlichen" in den kommenden sieben Jahren etwa 1,1 Milliarden Euro an Einnahmen sichern.

Für den Wechsel des Portugiesen Ronaldo vom englischen Meister Manchester United zu Real Madrid will der spanische Club die Rekordsumme von 80 Millionen Pfund (94,4 Mio. Euro) zahlen. Der Brasilianer Kaka, der bisher für den italienischen Spitzenclub AC Milan gespielt hat, kostet die Madrilenen 68 Millionen Euro.

Die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado zeigte sich angesichts des Kredits "überrascht", da die Banken wegen der Finanzkrise den Geldhahn weitgehend zugedreht haben. "Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind, sollten sie auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatleuten Geld leihen", meinte Salgado. (APA/dpa)

 

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    Elena Salgado fordert mehr Solidarität für kleine und mittlere Unternehmen.

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