Studie: Geizhals.at-User spart jährlich 378 Euro durch Preisvergleich

16. Juni 2009, 13:35

Umfrage: Preisvergleichs-Plattform lukriert jährliches Einkaufsvolumen von 1,5 Mrd. Euro - Bereits 3 Millionen Menschen kaufen Produkte über das Internet

Preisvergleichen im Internet macht sich laut einer Studie bezahlt: Demnach spart sich ein Käufer der Online-Preisvergleichs-Plattform Geizhals.at im Jahr 378 Euro. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl von 1 Million Nutzer würde sich die jährliche Ersparnis somit auf 378 Mio. Euro belaufen. Pro Jahr gibt ein Nutzer durchschnittlich 1.573 Euro unter Zuhilfenahme der Plattform aus - daraus ergibt sich, wiederum hochgerechnet auf alle Nutzer, ein jährliches Einkaufsvolumen von 1,5 Mrd. Euro, das über Geizhals lukriert wird.

"Wir mussten eine Mindestsumme festlegen, um habituierte Käufe auszuschließen"

Freilich ist die Ersparnis durch das Verwenden der Plattform eine rein subjektive Angabe der Befragten, räumte Claudia Klausegger vom Institut für Marketing-Management der WU-Wien ein. Eine Vergleichszahl, die das beweist, gebe es nicht. Dass ein durchschnittlicher Geizhals-Nutzer jährlich 1.573 Euro ausgibt, ergebe sich auch daraus, dass die Befragten erst ab Ausgaben von 200 Euro bei der Umfrage mitreden konnten. "Wir mussten eine Mindestsumme festlegen, um habituierte Käufe auszuschließen", erklärte Klausegger.

Die Geizhals-Konsumentenstudie wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Marketing-Management der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien erstellt und heute, Dienstag, vor Journalisten präsentiert. An der Online-Befragung nahmen knapp 2.000 Personen - überwiegend Männer zwischen 21 und 50 Jahren - teil.

Computer

Das Internet spielt bei der Kaufentscheidung eine immer größere Rolle. In Österreich nutzen laut Austrian Internet Monitor (AIM) bereits knapp 5 Millionen Menschen das Internet. 4 Millionen davon sind Intensivnutzer - also solche, die mehrmals pro Woche im Netz surfen. Rund 3 Millionen kaufen Produkte über das World Wide Web. Geizhals.at bietet auf seiner Plattform 400.000 Produkte von rund 1.600 Händlern an. 90 Prozent der Artikel stammen aus den Bereichen IT, Elektro und Haushalt. Etwa 37 Prozent der 2.000 befragten Geizhals.at-Nutzer haben in den vergangenen 12 Monaten einen Computer gekauft, 24 Prozent haben sich für einen Fernseher entschieden, 13 Prozent für ein Notebook, 10 Prozent für einen Fotoapparat, 5 Prozent für ein Haushaltsgerät.

Die wichtigsten Auswahlkriterien der Geizhals-Nutzer bei Händlern sind der Preis, gefolgt von der Verfügbarkeit und der Händlerbewertung auf der Plattform. Die entscheidendsten Kriterien bei den Produkten sind die Qualität, das Preis-Leistungsverhältnis und die Technologie. 86 Prozent der Befragten treffen ihre Entscheidung direkt bei der Suche auf der Plattform. Nur 14 Prozent kommen bereits mit klaren Vorstellungen, welches Produkt von welchem Hersteller sie kaufen wollen.

2008 laut Firmenbuch 6,33 Mio. Euro umgesetzt

Die Preisvergleich Internet Service AG, Betreiber von Geizhals.at, hat 2008 laut Firmenbuch 6,33 Mio. Euro umgesetzt, nach 5,28 Mio. Euro im Jahr davor. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg von 2,84 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 3,37 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresgewinn betrug 2,52 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber 2007 um rund 16 Prozent. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und befindet sich zu 83 Prozent in Besitz des Gründers und Vorstandes Marinos Yannikos. Je 6 Prozent halten Johannes Cech und Vera Pesata, 5 Prozent Andreas Rosenberger. (APA)

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Bumo1
00
19.6.2009, 15:06
wie viele Jobs wurden dadurch vernichtet?

Ich wäre mal an einer Studie interessiert, die dieses "Geiz ist geil" gewi*e von der anderen Seite analysiert.

Wie viele Jobs wurden vernichtet
Wie viele Menschen mußten für weniger Geld zu schlechteren Bedingungen arbeiten?

Ich finde schlimm das die Konsumenten nicht bedenken, das auch die Produkte die IHRE Abreitgeber herstellt/verkauft zu fairem Preis verkaufbar sein sollten und nicht immer "jetzt noch günstiger"

Wald4tler
00
21.6.2009, 19:12
Wie viele Jobs wurden vernichtet? Haha, habens schon mal daran gedacht, dass zB.: Elektrohändler früher Apothekerpreise hatten? Durch einen Preisvergleich werden die Konsumenten gestärkt, sodass sie weniger geneppt werden.....

Elektrogeräte werden sowieso grossteils in Billigländern gefertigt, heute gibt es tausende Onlineshops für jede Art von Waren / Dienstleistungen, die diesen Preisvorteil wenigstens teilweise an den Endverbraucher weitergeben.

Früher wurden horrende Spannen eingestrichen, dass geht heute nicht mehr/oder nur selten, weil der Konsument wieder preisbewusst wird.

Preise f. TECHNISAT - DIGICORDER HD S2+ 320GB (vor 4 Wochen auf den Markt gekommen)
Mediamarkt: 599 €
Onlineshops: 450 € sinkend inkl. Versand
persönliches Angebot: 300 €

Wie kann das sein? Ganz einfach, es ist eben genug Spanne drinnen, also ist ihr Argument so nicht richtig.
Weil um 300 € muss auch ein Gewinn gemacht werden!

mfg

Erzpiefke
 
00
20.6.2009, 07:13

Durch Markttransparenz werden schlechte Jobs vernichtet aber auch gute geschaffen.

Hotspur
00
19.6.2009, 09:31
naja...

ich vergleiche nicht nur preis, sondern auch verfügbarkeit und z.B selbstabholung in der nähe! wenn mein geizhals händler nicht der billigste ist, frage ich meist telefonisch nach ob er den preis halten kann.... funktioniert sehr oft..er ist glücklich - ich bin glücklich. und wenn er mal ein paar prozenterl teurer is.. was solls

datenPunk
01
17.6.2009, 22:08
Ich weiß nicht

Bei diesem Artikel wird man mit den ständig gleichen und fadenscheinigen Marketing-Argumenten (kleine Händler können werben, ich bestelle das über Geizhals beim Händler ums Eck, ich kaufe ja nicht vom Billigsten, sondern gehe nach der Qualität) niedergeknüppelt und mit roten Stricherln übersät, sobald man die "Geiz ist Geil" Mentalität in Frage stellt.
Ich mein - das könnts ja jetzt nicht ernst meinen. Geizhals als die Rettung des kleinen Fachhandels zu verkaufen, ist ja wirklich dreist.

Ich meine - würde ich eine Studie machen lassen und die dann in die Medien spülen, wärs mir auch wichtig, dass nicht zu viel Negatives von den Usern gepostet wird. Aber wenn man die Kritik nicht aushält, sollte man ein Advertorial buchen, oder?

Marinos Yannikos
00
18.6.2009, 02:51
bezüglich der "Geiz ist Geil"-Mentalität...

... wende dich bitte an den Erfinder, den Großmarkt mit den entsprechend informativen Werbespots.

Geizhals hat sich jedenfalls der Markttransparenz verschrieben und nicht der Glorifizierung irgendwelcher optisch attraktiven Preise. Natürlich wird es bei so viel Transparenz schwieriger, mit uninformierten Kunden ein Geschäft zu machen, aber es ist auch leichter, tatsächliche Vorteile wie geographische Nähe und Verfügbarkeit zu kommunizieren und die zahlreichen Online-Kunden, die Ware einfach reservieren und abholen (ohne stundenlange Verkaufsgespräche) sind vielleicht auch nicht zu verachten. Aber es wird ja niemand gezwungen, mit der Zeit zu gehen.

datenPunk
00
18.6.2009, 08:35

Erklären Sie bitte inwiefern sich eine Firma die mit "Geiz ist Geil" wirbt und eine die "Geizhals" heißt in der Diktion unterscheiden.
Selbst die Studie nennt "Preis > Verfügbarkeit > Händlerbewertung" als Hauptkriterien. Wo sehen Sie hier "lokale Nähe".

Sie sagen, Sie sorgen für Transparenz. Ich halte das nicht für Transparenz, weil Ihr Werkzeug zum "transparent machen", ja ganz wesentlich auf diese Preise einwirkt.
Einfach gesagt: Sie führen auf Geizhals inverse Auktionen durch. In den Preisen unterbieten sich die Händler so lange bis die Marge halt so gering ist, dass jede Retoure zum Verlustgeschäft wird.
Durch den in Österreich manifesten Neid gegenüber Unternehmern, finden die Österreicher das dann völlig O.K., weil "die habens eh".

Marinos Yannikos
00
18.6.2009, 09:57

1) wir heißen schon länger so als es diese Kampagne gibt und haben den Namen durch einen Zufall bekommen. Er paßte zu einem Preisvergleich, was wir auch sind. Wir finden das, was sich als "Geiz ist Geil"-Mentalität etabliert hat, deshalb nicht cool und viele unserer User, auch wenn sie natürlich nicht von bekannten Werbekampagnen unbeeinflußt bleiben, auch nicht, da sie lieber Markengeräte kaufen z.B..

2) Wenn das so wäre, würde es uns schon lange nicht mehr geben und die Händler, die teilweise schon mehr als 12 Jahre gelistet sind, auch nicht. Sie wissen schon, wie weit sie gehen können und machen ihr Geschäft auch beim Einkauf. Wenn sie nicht gerade fragwürdigen Preisvorgaben von Herstellern unterliegen.

datenPunk
01
18.6.2009, 10:23

1.) Markengeräte verkaufen doch eh fast alle. Die einen kaufens halt Containerweise, die anderen via Distributor. Ist ja nicht so, dass die "Geiz ist Geil" Märkte Noname-Ramsch verkaufen.

2.) Schauns - "wir haben viele Kunden, die seit, ..." das sind doch Stehsätze. Solange Sie nicht die _unabhängige_ Studie nachreichen können, die Ihrem Portal einen positiven Effekt auf die Wirtschaft attestiert, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Markt auch eine gewisse Unschärfe benötigt und ihr Portal ganz klar zu gnadenlosem Preisdumping führt, was wie jede Ausbeutung von Ressourcen, zu schnellem Glück führt, NACHHALTIG der Volkswirtschaft aber schadet.

Ich denke, dass man kein BWL Studium braucht um das zu verstehen.

Marinos Yannikos
00
18.6.2009, 12:02

Ich denke, wir haben einfach unterschiedliche Perspektiven - Wettbewerb und Transparenz können nicht schlecht für einen Markt als Ganzes (inkl. Konsumenten) sein.

Die Volkswirtschaft enthält im Übrigen auch die Haushalte und daß diese nicht von einem transparenten Markt profitieren, wird ja wohl niemand behaupten wollen. Im Zweifelsfall sind aus unserer Sicht 200 Euro Ersparnis besser beim österreichischen Konsumenten aufgehoben als bei einem Multinationalen Konzern, der damit Arbeitskräfte in Fernost entlohnt. Das ist leicht nachvollziehbar, aber eben nicht in Jedermanns Interesse.

Daß andere Sparten, wie z.B. die Werbewirtschaft, die eben genau das Gegenteil von Transparenz betreibt, darunter ein bißchen leiden, muß man akzeptieren.

2934632
11
17.6.2009, 15:21

Bei Geizhals hat der die Nase vorne der die Resourcen dazu hat möglichst häufig im Cent Bereich die Preise so zu ändern, daß er unter den ersten drei ist. Ansonsten generiert man über Geizhals eher weniger Umsatz. - Die Qualität der Shops der Händler ist ohnehin eher zu vernachlässigen. Vermessen ist wenn ein Geizhals Kunde Service erwartet - er soll zahlen und den Mund halten. Jegliche Frage ist überflüssig. Bei einer Festplatte 5 Cent zu verdienen und beim Versand das X fache und dann auch noch erklären wie wo wer was ist nicht angemessen - die "großen" wie DiTech, E-Tec, Peluga und Co ziehen sich ohnehin langsam aber sicher zurück.

shakeme
00
17.6.2009, 14:53
Bin doch nicht blöd

nach einigen Reinfällen bei MediMa und "Pluto" habe ich mich entschieden meinen E-Händler im Ort zu unterstützen.
Natürlich vergleiche ich Preise, auch bei Geizhals, aber wenn möglich kauf ich am Ort. Meinen Händler frage ich ob er mit dem Internet-Preis mithalten kann und erstaunlich oft kommt er mit.

Birger Jarl II
02
17.6.2009, 14:41

Wahrscheinlich sitzt hier das gesamte Unternehmen und postet "seine" guten Erfahrungen.

Was hat geizhals dieser "Artikel" eigentlich gekostet?

Krampen
00
17.6.2009, 15:00

sie können ja mal einen negativen beitrag bringen.

was soll an einer preisvergleichs-suchmaschine negativ sein?

discodancer77
01
17.6.2009, 11:21
hab mir auch schon einige tausend erspart

Geizhals ist wirklich eine geniale Erfindung.
So bequem Preise vergleichen kann man sonst bei keinen anderen Produkten. Teilweise bekommt man die Ware direkt vom Generalvertrieb geliefert da viele Händler kein eigenes Lager mehr bedienen. Mich freut es da ich mir schon einige tausend Euro erspart habe. Für die Händler denke ich mir ist es sicher nicht leicht, bei der Platform mitzumachen. Steiten sich doch teilweise 30 Händler in Cent beträgen um den bessten Preis bei div. Produkten darstellen zu können.




monoton
00
17.6.2009, 14:14

andererseits haben so auch kleine händler eine chance wahrgenommen zu werden, die sich sonst keine werbung leisten

natoll
01
17.6.2009, 10:43

würd ja mal gern noch anfügen das die meisten ja nicht nur den preis vergleichen sondern auch zuverlässigkeit und lieferbarkeit.

der preis allein ist zuwenig.

(die kombi der 3 dinge ist imho auch der erfolg eines ditech, nre oder wie sie alle heissen).

Tintifax Lollobrigida
00
17.6.2009, 13:30

...Goldadler...

The Pierces
12
17.6.2009, 10:30
Für User gut, für Händler der Tod

Durch Seiten wie Geizhals wird es für kleine Händler (die etwa mit Beratung, Service, Kulanz usw. punkten möchten) unmöglich im Wettbewerb zu bestehen, weil die Margen gegen null gedrückt werden. Große Händler die entsprechende Mengen verkaufen haben noch Chancen, aber nur wenn sie ausreichend Kapital haben.

Ich bin glücklicherweise nicht in dieser Branche tätig, und sehe als User Preisvergleich auch eher positiv, aber ich fürchte dass diese Entwicklung längerfristig gar nicht gut ist, weil eben große Diskonthändler im Vergleich zu kleinen Qualitätshändlern enorm bevorzugt werden.

fizcaraldo
05
17.6.2009, 12:48

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Geizhals habe ich bei vielen kleineren Händlern eingekauft, die ich sonst gar nicht gekannt hätte. Bei Cosmos, Media Markt,... kaufe ich gar mittlerweile gar nicht mehr ein.

Jim Kirk
05
17.6.2009, 11:08

Grad die kleinen Händler haben die Möglichkeit über Seiten wie geizhals überregional bekannt zu werden. Händler im elektronik bereich haben doch sonst gar keine chance wahrgenommen zu werden. Der billigste preis ist ja noch kein kaufkriterium, die verfügbarkeit und die kundenbewertung bei reklamationsfällen ist mir genauso wichtig.

The Pierces
01
17.6.2009, 11:17

Das schon, aber was hilft die überregionale Bekanntheit, wenn ich einen 1000eur Fernseher(Digicam, Computer...) mit 10EUR Marge verkaufen muss?

Wenn da der Kunde nur ein winziges Problem hat ist es schon ein Verlustgeschäft.

Warum haben Händler wie Mediamarkt ein paar Lockangebote die sie massiv bewerben (und Containerweise kaufen), und sind sonst relativ teuer?

the_viking
 
00
17.6.2009, 10:46

wenn das erdöl fast aus ist, die benzinpreise steigen, der transport mehr kostet als das produkt, dann wird der einzelhandel wieder mitberatung, service usw. punkten.

Michael Niedermoser
00
17.6.2009, 10:03
Sparpotential bei Elektroartikel ?

Wenn ich hier etwas über eine Studie lese die angiebt welches Sparpotential bei Artikle vorhanden ist, auf die ich eigentlich im Notfall verzichten könnte, dann würde mich interessieren, was bei dieser Studie herauskommen würde wenn wir den Vergleich für Artikel des täglichen Bedarfs machen würden.
Auch hier gibt es Seiten wie www.aktionsfinder.at welche den Konsumenten helfen Lebensmittel, Hygieneartikel usw. günstiger einzukaufen.

Muhu
 
00
17.6.2009, 08:58
geizhals.at Eigentümer und Mitarbeiter treiben immer im irc channel #austria ihr Unwesen!

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