"Games don't kill, Guns do"

Zsolt Wilhelm, 17. Juni 2009 10:15
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Bild 1
flickr.com/gamesdontkill

Games don't kill, Guns do.

Irgendwann war es dann genug. Wie lange sollen Videospiele noch als Sündenbock für reale Schreckenstaten und Amokläufe herhalten müssen, ohne dass Politiker und Meinungsbilder einer vorangegangenen Generation sich mit konkreter Ursachenforschung auseinandersetzen?

Jana Herwig, selbst ernannte Casual-Gamerin, war es leid einen medialen Diskurs erleben zu müssen, der von Meinungsmache, Mythen und Vorurteilen geprägt war. Ein Diskurs, der darin gipfelte , dass der deutsche Bundespräsident einem ganzen Medium eine Teilschuld für einen Amoklauf zuschrieb, das er selbst nie konsumierte und sich dann auch noch auf den "gesunden Menschenverstand" berief.

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Menschlichkeit +Liebe
05.07.2011 02:41
Anmerken sollte man dabei wohl schon

dass zum Beispiel jene in Deutschland (heute schon) strafrechtlich verfolgten Titel kaum Spiele sind in denen Schusswaffen eine zentrale Rolle spielen, sondern eher solche welche einer vermeintlichen Ziviiisation ihre friedlichen Utensilien, Werkzeuge, rauben und sie als Waffen einsetzen. Entweder missbrauchen oder zweckentfremden - je nachdem wie man das wieder negativ oder positiv sehen will.
Diese Vorgänge in Spielen werden dann noch von Gerichten eben nicht als Zivilisationskritik angesehen, sondern zu verbieten gesucht, weil man darauf, auf solche Umstände, nicht hingewiesen werden möchte.
Da zieht man sich dem Vernehmen nach lieber gleich auf eine Ebene der noblen Zurückhaltung und Ausblendung dieser Dinge zurück.

Selfdefense
20.08.2010 06:44
Die Plakate haben alle dieselbe bedenklliche Aussage

nämlich "Ich habe niemand umgebracht, weil mir dazu die Waffe fehlt". Solche gewaltbereite Charaktere (ob der Konsum von Killerpsielen diese Einstellung fördert?) tun sehr wohl daran, sich selbst vom Waffenbesitz auszuschließen.

Andererseits gibt es erstens legale Waffenbesitzer, die nicht dazu neigen, Waffen missbräuchlich zu verwenden. Gesetzliche Maßnahmen sind hier wirkungslos, weil es hier kein verringerbares Risiko gibt.

Und zweitens Kriminelle, die sich illegal Waffen beschaffen (die zu 99% aus ehemals staatlichen Beständen herrühren; legale Privatwafen sind nur Zufallsbeute bei Einbrüchen) zwecks Begehung von Straftaten; gesetzliche Massnahmen sind hier wirkungslos, weil sich Kriminelle einfach nicht an Gesetze halten.

ME0815
 
25.07.2009 11:18
anhang 2

der grund meiner aussage ist einfach nur folgender:

kinder (alle unter 18 jahren meist) können niemals die gefahr erkennen. Die chance is möglich das ein Kind virtuell und Real nicht unterscheiden kann, nur warum sollten vielleicht die erwachsenen spieler unter solch ein gesetzt leiden?

Genauso wenig wie Kinder, der gefahr einer schusswaffe im klaren sind, die folgen usw. Es gab schon zu schusswaffen amerikanische werbungen wo ein kind eine schusswaffe vom Opa findet, mit seinen freund draußen im garten spielt und abdrückte.
Fazit: Die waffe war nicht gut verstaut und vor Kindern gesichert.

traurig aber wahr...

ME0815
 
25.07.2009 11:10
Immer wieder schön...

zu lesen, wie sich zocker und waffenbesitzer sich in die haare bekommen.

kurz gesagt bringts weder ein allgemeines waffen verbot langfristig, genauso wenig ein allgemeines "gewalt" spiele verbot.

1) Die Waffenbesitzer meinen "Wieso sollte ich drunter leiden nur weil einer austickt"?

2) Die zocker meinen "genau das selbe"

also das einzige was es bringen würde wäre:
.) Das einhalten des mindest alters bei verkauf solcher "gewalt" spiele, bei nicht einhaltung (durch kontrollen) verwaltungsstrafen in höhe paar tausend €

.) Waffenbesitzer müssen Ihre waffen so sicher verstaut haben das kein Kind an solch waffen rankommt, zu keiner tageszeit - auch hier vllt unangemeldete überprüfungskontrollen vom staat durchführen lassen.

Batman2000
21.06.2009 08:40
Es geht hier meiner Meinung gar nicht

um den wirklichen Zusammenhang mit den bösen Killerspielen, sondern um vom eigentlichen Problem abzulenken. Man müßte die Eltern eigentlich alle zur Verantwortung ziehen. Aber nicht weil die Kinder diese Spiele spielen, sondern wegen des elterlichen Versagens bei der Erziehung. Leider sind es aber die Eltern, die wählen gehen. Schaut euch doch nur einmal in eurer näheren Umgebung um. Allgemeinwissen und Umgangsformen bei den "Kids" zwischen 10 und 20 sind praktisch nicht mehr vorhanden. Daran sind die Eltern aber auch nicht schuld - sondern die Lehrer und die Schulen. 12 jährige Alkoleichen - die Gastronomie ist schuld. Eltern werden nur dann belangt, wenn es um illegale mp3-Dateien geht. Da gibts dann plötzlich eine Aufsichtspflicht.

Mr. St. Germain
 
19.06.2009 15:42
Es gab früher schon

Serienmörder wie z.B.: Ted Bundy, Marcelo Andrade, Jack the Ripper und Stripper, Sophie Charlotte Elisabeth Ursinus,... um hier nur wenige aufzuzählen. Waren damals die "Brettspiele" schuld, oder wie??? Damals gab es noch kein CoD usw., trotz alledem waren diese "Amokläufer" wenn man so will.

abau
20.06.2009 15:46
Zwischen Amokläufern und sexuell motivierten

Serientätern sollte man durchaus unterscheiden.

Die meisten der letzteren Tätern Täter weisen psychische Denkgebäude auf, die sich gänzlich nicht mit denen von psychisch stabilen Personen decken.

Dennoch gilt die (von dir intendierte?) Grundaussage: Es gab auch vor den ersten halbwegs "realitätsnahen" Computerspielen Amokläufe.

Was man übrigens bei einer Untersuchung der Ursachen von Amokläufen in jüngster Zeit nicht außer Acht lassen sollte: Inwiefern spielt die Vernetzung selbst bzw. die Möglichkeit, sich über andere Taten ohne großen Aufwand zu informieren und die eigene Tat anzukündigen bzw. der Gedanke an die zT posthume (!) massive mediale Überlieferung der Tat eine tragende Rolle va bei Amokläufen in Schulen?

Mr. St. Germain
 
14.07.2009 08:19
Meines Erachtens waren zumindest

Marcelo Andrade und Sophie Charlotte Elisabeth Ursinus nicht sexuell motiviert.

Kuatsu
 
19.06.2009 13:22
Waffenverbot

Ich wär mal für ein generelles Waffenverbot weltweit.

Und wenn sich die Amokläufer dann mit Dartpfeilen bewaffnen und damit Leute töten, DANN aber nur DANN reden wir darüber ob Killerspiele wirklich dran schuld sind.

Ich zitiere in diesem Fall am liebsten Roland Düringer im Film/Kabarettstück Viertelliterklasse: Wenn i aufn Berg aufe kröl und owa foi - dann is a ned da Berg schuid. Sondern I söwa. (Wenn ich auf den Berg hinauf klettere und runter falle - ist nicht der Berg Schuld - sondern ich selbst)

Weil wenn Killerspiele schon Amokläufer "ausbilden" - dann müsste ja jeder nach der Grundausbildung beim Heer ein potenzieller Massenmörder sein.

Selfdefense
20.08.2010 06:49
Staaten mit generellem Waffenverbot gibt es schon

und gerade dort sind bzw. waren Völkermord (Hitler, Stalin, Pol Pot, Mao, ...) und Gewaltkriminalität (England) die Folge.

Es besteht kein Grund, ein fehlgeschlagenes Experiment weltweit zu wiederholen.

Chmee
 
18.06.2009 16:34
Gewalttätige Spiele

gehören nicht in Kinderhände. Soweit stimme ich auf jeden fall mit den "Killerspiel" Gegnern überein.
Allerdings gehören dann Kinder auch vor Schusswaffen, Alkohol, Messer, Abflussreiniger, kochendes Wasser, Swimming Pools, heisse Herdplatten, Glas, hohe Treppen, Ubahn Stationen, Hunden, Schotterwegen, Fahrrädern, Skateboards, ... usw. beschützt. Macht man das auch am besten durch ein Verbot für alle? Darf ich dann ab sofort nichts mehr Kochen nur weil jedes Jahr wahrscheinlich tausende Kinder Verbrennungen durch kochendes Wasser erleiden?
Na ja wir werden ja sehen wie das ganze ausgehen wird. Allerdings bezweifle ich das mein Hobby dabei gut weg kommen wird. Muss ich mir halt was neues suchen. So ein Schützenverein klingt doch interessant

whei
18.06.2009 23:56

Wie geil. Wenn sie Egoshooter verbieten, einfach einem Schützenverein beitreten :-D

Duskson 81
 
18.06.2009 09:58

Kanns nur wiederholen.. Schwache Aktion.
Aber immerhin so unsachlich wie die andere Seite.

AllesWieImmer
18.06.2009 09:42
kümmerliche Gewaltphantasien

von Erwachsene für Kinder!
Fakt ist: Die Macher sind Erwachsene, die ihr Business mit Kinder & Jugendliche treiben!
Und gehen tut es darum, die Dinge so zu produzieren, dass notwendig weitere Produkte nachgefragt werden! ("Autopoiesis" quasi)
Fakt ist weiters: Werbung für Kinder ist in unseren Landen erlaubt!
Im Namen der Freiheit dürfen mit allen Tricks der Verführung bewandte Erwachsene Kindern die "Welt" nahebringen!
Es stimmt zwar, dass Kinder immer schon mißbraucht wurden, damit die Verfasstheit der Erwachsenenwelt in ihrer Richtigkeit bestätigt wird!
Und in den virtuellen Krieg schicken ist besser als in den realen!
Dennoch: Das Bild, das die Erwachsenenwelt hier abgibt, ist äußerst kümmerlich!

Duskson 81
 
23.06.2009 14:56

WTF?
also sofort Alkoholverbot, Glückspielverbot, Arbeitsverbot weil das auch alles nix für Kinder ist?

Early
18.06.2009 11:35

"Für Kinder"? Ich bin über 30 und zocke für mein Leben gerne.

Keine Ahnung, warum Videospiele immer als Kinderspielzeug abgetan werden. Der eine geht halt lieber ins Theater, der andere ins Kino und wieder ein andere zockt Games. Warum glauben manche immer, dass ihre Seite die Bessere ist?

Naschgul
18.06.2009 19:59

Weil manche Leute sich einfach nicht die Mühe machen wollen, sich in andere reinzuversetzen oder andere zu verstehen. Das ist wie mit Heavy Metal, da wird man mit 30+ auch blöd angeredet, dass man "doch eigentlich schon viel zu alt für den Blödsinn" wäre - als ob sich sowas wie Musikgeschmack am Alter festmachen ließe. Bei PC-Spielen ist es ähnlich, das wird in der Öffentlichkeit weitgehend als Jugendphänomen wahrgenommen. Die meisten Gamer, die ich kenne (IRL und online), sind jenseits der 30, teilweise schon zwischen 40 und 50.

Kelborn
18.06.2009 09:16

Waffen töten genauso wenig wie Spiele. Es sind Menschen die sowas machen...

Animal Farm
18.06.2009 15:16
"From my cold dead hands"

Stelle mir gerade Charlton Heston mit einem Wii-Controller in der Hand vor...

Der Unkurze
18.06.2009 10:15

aber sagen wir mal einfach, sie erleichtern es ungemein

abau
18.06.2009 14:16
Deiner "Argumentation" nach: Kfz, mit denen schnelles Fahren möglich ist, töten autonom auch keine

Menschen.

aber sagen wir mal einfach, sie erleichtern es ungemein.

Tempobeschränkung auf [bitte einsetzen] km/h?

zB 80:

"Tempolimit 80 auf Freilandstraßen ist genug"
http://www.vcoe.at/start.asp... 88&ID=3046
http://www.vcoe.at/start.asp... =1&ID=2429

Oder gar eine Beschränkung der möglichen Geschwindigkeit am Fahrzeug selbst?

http://www.abc.net.au/news/stor... 574601.htm


The Alien
 
18.06.2009 14:45
Das Problem am Stassenverkehr ist eine massive, gesetzlich geförderte Disbalance.

Die Mehrheit der Personen möchte sowohl sicher, als auch effizient von A nach B gelangen.

Allerdings gibt es ausserhalb dieses als "normal" zu sehenden Korridors Menschen mit Fahrerlaubnis, welche dies tunlichst zu verhindern versuchen - und das sind rücksichtslose Raser und Alkolenker genauso, wie völlig mit dem Strassenverkehr Überforderte, Leute mit der Reaktionszeit eines Öltankers, Dauertelephonierer, Senile (bewusst nicht Alte!), Multitasker die neben Fahren noch hundert andere Sachen erledigen, u.s.w.

Diese Rücksichtslosen und Unfähigen gefährden und behindern andere Verkehrsteilnehmer - nicht 20km/h auf oder ab.
Da sie aber brave Autokäufer sind, darf man ihnen das Fahren nicht verbieten (als Politiker mit Auto-Lobby Zusatzsalär).

abau
19.06.2009 18:59
Das Problem sind immer diejenigen,

die andere in ihren Rechten beschränken oder gefährden.

Daher gilt auch hier: Wer rast und andere gefährdet sollte bestraft werden. Jedoch eben nicht die anderen, die nichts falsch machen.

The Alien
 
20.06.2009 08:18
Das Problem sind genauso diejenigen, die "nicht Verkehrstüchtig" sind.

Dabei ist es egal, ob es durch mangelndes Konzentrationsvermögen, Schlechsichtigkeit, Abgelenktheit, zu lange Reaktionszeiten, oder generelle motorische Unfähigkeit der Fall ist.

Auch Leute, die mit 70 km/h auf einer Bundesstrasse eine Kolonne verursachen gefährden andere Verkehrsteilnehmer dadurch (provozieren Auffahrunfälle, gefährliche Überholmaneuver, ...).

Wobei an sich ist das ein Grundsatzthema, welches man ohnedies nicht neutral und sachlich diskutieren darf, weil sonst sofort irgendein Gutmensch "Nazi" schreit: soll sich die menschliche Gesellschaft generell an der Mehrheit oder den schwächsten Gliedern orientieren?

Wenn Sie meinen, Zweiteres, haben sie mit Ihrer Aussage recht. Dann gilt: 35 km/h Höchstgeschwindigkeit überall.

abau
20.06.2009 15:37
"Wenn Sie meinen, Zweiteres, haben sie mit Ihrer Aussage recht"

Hmm

Ich hab das Gefühl, wir reden aneinander vorbei.

Meiner Ansicht nach, sollte man sich an niemandem orientierenm müssen(!), wenn mit "orientieren" Verbote gemeint sind. Denn es ist m.E. nicht rechtmäßig Menschen alleine deshalb einzuschränken, weil einige sich überfordert fühlen.

Tempolimits sind zT ein anderes Thema, das durchaus Parallelen zum Vertragsrecht aufweist: Der Betreiber (und Eigentümer - ja, da wirds dann wieder knifflig) der Straße erlaubt als Bedingung für deren Nutzen nur eine bestimmte Geschwindigkeit. Diese sollte sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Risiken orientieren.

Das Thema Waffen ist jedoch deshalb ein gänzlich anderes, weil manche Waffen auch auf Privateigentum verbieten wollen.

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