Michael Hammerschmid erhält Reinhard-Priessnitz-Preis

16. Juni 2009, 12:46
6 Postings

Der Literaturpreis ist mit 4.000 Euro dotiert

Wien - Der Autor Michael Hammerschmid erhält den Reinhard-Priessnitz-Preis 2009. Die Auszeichnung ist mit 4.000 Euro dotiert und wird am 30. Oktober im Literaturhaus in Wien verliehen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Hammerschmids Lyrik überzeuge "aufgrund ihrer Genauigkeit, die in der Sphäre allgemeiner Ungewissheit Inseln des Behagens und des Vertrauens bildet", begründete die Jury (Gustav Ernst und Robert Schindel) ihre Wahl.

Biografisches

Hammerschmid wurde am 23. Oktober 1972 in Salzburg geboren und lebt als Dichter, Hörspielautor, Kunsttextschreiber, Essayist und externer Universitätslektor für Deutsche Literatur in Wien. Seine jüngsten Publikationen sind "'von einen sprachen'. Poetologische Untersuchungen zum Werk Ernst Jandls" (gemeinsam mit Helmut Neundlinger, Studienverlag, 2008) und, als Herausgeber, "'Räuberische Poetik'. Spuren zu Robert Walser" (Klever Verlag, 2009). In seinen Werken werden "bedrohte Identitäten sichtbar, die Gründe dafür nicht ohne Humor als Sedimente unseres prekären Zeitgeschehens in Sprache eingeschlossen", so die Jury.

PreisträgerInnen seit 1994

Der Reinhard-Priessnitz-Preis wird seit 1994 vom Bund (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) gestiftet und jährlich Autoren zuerkannt, die in deutscher Sprache schreiben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt auf Vorschlag einer Jury, eine Einreichung ist nicht möglich. Die Auszeichnung erinnert an einen der bedeutenden Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz, der 1985 40-jährig verstarb. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich unter anderen Kathrin Röggla (1995), Olga Flor (2003), Xaver Bayer (2004), Gerhild Steinbuch (2005), Ann Cotten (2007) und zuletzt Angelika Reitzer (2008). (APA)

Share if you care.