FP will 5.000 "Sicherheitswachen"

16. Juni 2009 12:15

Klubklausur der Partei kürt Sicherheit zum Schwerpunkt

Wien - Der Wiener FPÖ-Klub schwört sich bei seiner Klausur am heutigen Dienstag auf künftige Schwerpunktthemen ein, zu denen zentral das Thema Sicherheit gehört. Deshalb wurde das freiheitliche Konzept einer "Sicherheitswacht" von einem Arbeitskreis konkretisiert. Die FPÖ fordert demnach eine eigene, 5.000 Mann starke Wiener Wachtruppe, welche einem Sicherheitsstadtrat unterstellt sein soll und die Polizei entlastet, wie Sicherheitssprecher Johann Gudenus in einer Pressekonferenz betonte.

Dem künftigen Sicherheitsstadtrat sollten dabei bestehende Einheiten wie die Waste-Watcher, Ordnungsberater, Schwarz-, Weiß- und Blaukappler ebenso zugeordnet werden wie etwa die Gewerbe- oder Sittenpolizei. Die Sicherheitsleute blieben Gemeindebedienstete, seien jedoch der Bundespolizei unterstellt, um den "Häupl'schen Kapplersalat" zu beenden, so Gudenus.

Nach außen hin soll die Truppe deshalb mit einheitlicher Uniform, Schlagstock und Pfefferspray auftreten, ansonsten jedoch unbewaffnet. Ihr Zuständigkeitsbereich solle sich von Aufgaben wie Wasserrohrbrüchen, entlaufenen Tieren, Ruhestörungen bis hin zur Sperrstundenkontrolle erstrecken. Über eine 24-Stunden-Hotline solle die Sicherheitswacht immer erreichbar sein. Die Kosten für die Stadt beliefen sich auf 250 Mio. Euro.

"Theaterdonner"

Zugleich solle auch die Bezahlung der Polizei und deren Mannstärke um 1.500 Personen aufgestockt werden. Hier sei zwar ÖVP-Innenministerin Maria Fekter gefragt, die Sicherheitswacht zeige aber, dass auch das Rote Wien handeln könne.

Man kopiere mit der Sicherheitswacht nicht das ÖVP-Konzept einer Stadtwache, wurde betont - der Fall liege umgekehrt. Die Volkspartei kopiere FPÖ-Konzepte und rufe in einem "Theaterdonner" ein Duell um den Bürgermeisterposten aus, so FP-Klubchef Eduard Schock. Dabei sei die Rot-Schwarze Koalition nach der Wien-Wahl bereits ausgemacht, zeigte er sich überzeugt.

Mit einer auf den heurigen Herbst vorgezogenen Wahl rechne man aber kaum mehr, zumal Häupl sein Umfragetief aussitzen wolle, dabei gelte doch "Wien hat etwas Besseres verdient als Häupl." Die FPÖ werde jedenfalls beständig stärker und arbeite an einem 100-Tage-Sofortprogramm für einen Bürgermeister Heinz-Christian Strache, so Schock. Dabei will man auch in künftigen Wahlkämpfen nicht von polarisierenden Wahlslogans wie "Pummerin statt Muezzin" lassen: "Selbstverständlich werden wir auch weiterhin unsere Politik mit emotionalen Sagern verdeutlichen."

SPÖ und Grüne lehnen Konzept ab

Das Konzept für die Sicherheitswacht ist bei der regierenden SPÖ und den Grünen auf Ablehnung gestoßen. Die ÖVP reklamierte hingegen die Idee für sich und befand das Grundkonzept für stichhaltig. Die FPÖ verdränge den Kahlschlag bei der Polizei während ihrer Regierungszeit, befand SPÖ-Sicherheitssprecher Godwin Schuster: "Wenn die FPÖ nun vom Bock zum Gärtner mutieren möchte, dann ist das geradezu eine gemeingefährliche Drohung." (APA)

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Comagena
17.06.2009 11:35
jawoll!

Hinter jedem Baum ein Kiberer - und die FPÖ zahlt das.

Killa vomBilla
27.06.2009 12:07
Na

Hinter jeden Baum a glatzkopf mit schwarzen manterl
die wollen ja auch a Hockn haben die Hirnlosen.

Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste
17.06.2009 11:23
Von SA über SS bis SW sind wir schon...

...uffz, nur noch drei Buchstaben, dann haben wir´s hinter uns.

MarioV
17.06.2009 10:29

Das die verschiedenen Kapperln durch ein einheitliches ersetzt werden, sprich hier eine bessere Koordination stattfindet ist grundsätzlich sinnvoll.
Was eine der öffentlichen Hand unterstellte Truppe mit einer Bürgerwehr zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Kann das einer der Poster ausführlicher erklären?
Nicht sinnvoll ist das nach der Eingliederung der Gendarmerie in die Polizei wieder begonnen wird regionale Polizei-Ableger zu erfinden.
Stattdessen muss die Bundespolizei mit ausreichend Personal und Mittel ausgestatt werden.
Sonst passiert eines Tages folgendes:
Reiche Städte leisten sich eine eigene Polizei, ärmere haben Pech gehabt.

H. Kienhammer
17.06.2009 11:56
So ein Wachkörper ....

.... könnte Aufgaben übernehmen, die nicht notwendigerweise die Polizei wahrnehmen muss.

Bspw: Kontrolle des ruhenden und fließenden Verkehrs, Aufnahme von Unfallprotokollen, Aufsicht bei öffentlichen Veranstaltungen, Observieren von Bahnhöfen, U-Bahnstationen, Streitschlichtung usw.

Das könnten Leute sein, die nicht unbedingt den strengen Aufnahmekriterien der Polizei wie Mindestkörpergröße, körperl. Fitness, Höchstalter usw. entsprechen müssten aber durch Übernahme bestimmter Aufgaben mehr Polizeibeamte für die Verbrechensbekämpfung u. -Aufklärung freistellt.

Inzwischen hat man sich daran gewöhnt, dass man seinen Strafzettel jetzt häufiger von Parksheriffs u. seltener von Polizisten bekommt.

galiontariaho
17.06.2009 12:06
all diese aufgaben,

die sie hier aufzäheln SIND aufgaben der örtlichen exekutive. erklären sie mir warum die observierung öffentlicher plätze nicht von jenem organ übernehmen soll, das in österreich das gewaltmonopol inne hat!?

es ist interessant, dass gerade jene partei die sich der einfachen bevölkerung als sicherheits-partei darstellt, wesentliche aufgaben der exekutive outsourcen möchte und diese mit schlecht ausgebildeten b-wachkörpern versehne möchten.

hier ist das ziel eine reduzierung der sicherheits-qualität und das wird dann auch noch als sicherheits-initiative verbreitet.
also bei allem was schön und recht ist, aber DAS ist ein rückschritt in sachen sicherheit!

ob das gackerl im sackerl landet, das sollen die 5000 überprüfen..

H. Kienhammer
17.06.2009 13:42
Offenbar wachsen Polizisten nicht auf den Bäumen.

http://oesterreich.orf.at/wien/stor... es/358268/

Ich kann's verstehen.
Welcher junge Mensch möchte einen Beruf ergreifen, in dem er als Bullenschwein beschimpft und sich von "friedlichen" Demonstranten bespucken, mit Wurfgeschossen bewerfen, treten, beißen und was weiß ich noch alles gefallen lassen muss.

Es gibt zu wenig Polizisten, deshalb müssen die, die wir haben von Büroarbeit und Aufgaben entlastet werden, die auch durch andere erledigt werden können.

galiontariaho
17.06.2009 16:07
weils nicht attraktiv genug ist...

die polizisten der gegenwart verbringen die meiste zeit über den akten. kaum vorstellbar dass ein bürojob als exekutive, noch dazu mit schlechter bezahlung reizvoll ist.

entlastung von der büroarbeit auf jeden fall, aber grundlegende aufgaben der sicherheit dürfen und solleln nicht aus den händen der exekutive gegeben werden.

dass die fpö sich im grunde für eine mit schlagstock bewaffnete hundegackerl-aufsicht ausspricht, das ist ja die eigentliche wahrheit, denn andere aufgaben als jene dürfen die amateure garnicht übernehmen...

das erhöht die sicherheit exakt garnicht, aber das volk ist ruhiggestellt, wenn man es ihnen zumindest vorgaukelt... ;)

Ing. Rambo Einfältig
17.06.2009 09:30
Man könnte in Wien vielleicht auch die "Olympia"

zu dieser Truppe hinzuziehen. Eine Ehrenlegion Martin Graf beispielsweise. Statt der Gummibraunschweiger hat diese Ehrenkompanie eben Säbeln. Das Pfefferspray kann man auch mit Tränengasbomben ersetzen.

Ingrimm
17.06.2009 08:44

Die starken blauen Männer können sich bei ihrem Autoritäts-Bruder im Iran melden. Der sucht grad wertefreie Recken, um die Massen niederzuknüppeln...

H. Kienhammer
17.06.2009 10:16
Wieso Iran?

Ist der in Christenhand?

sir osis of liver
 
17.06.2009 18:27

nicht so streng sein, immerhin, die perser sind arier!

galiontariaho
17.06.2009 12:06
ach..

hier gehts doch nur um die bezeichnung, inhaltlich sind sich ja der iran und die fpö recht nahe... ob jetzt im zeichen des kreuzes oder im zeichen des halbmondes fundamentalismus betrieben wird ist doch sekundär...

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
17.06.2009 12:16

jo, und wegen der hakerl am kreuz: simma doch ned so kleinlich.

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
17.06.2009 10:20

und was haben die äffen mit christentum zu tun?

H. Kienhammer
17.06.2009 11:07

... und was mit den Islamisten?
Dahaaam statt Islam, oder?

galiontariaho
17.06.2009 13:31
na..

eine parole lenkt doch nicht von den inhalten ab...

natürlich wettern sie gegen islamismus und doch halten sie, wie islamisten, ein religiöses symbol in den himmel und rufen einen religionsstaat im abendland aus. ebenso stehen sei für eine weitere diskriminierung von homosexuellen und die rechte der frau werden vor allem durch einen geburtenapparat hinterm herd dargestellt..

klar, die parole ist scharf doch in wahrheit ist in österreich die fpö dem islamismus am nächsten... im grunde fallen mir beim namen "hassprediger" in österreich als erstes strache und winter ein...

interessante parallelen... man bekämpft den islamismus indem man zum islamismus wird...

EUphoriker
17.06.2009 13:28
Ich glaub sie haben jetzt den "frontverlauf" begriffen

islam und gutmenschen

vs.

islamisten und fpö

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
17.06.2009 13:18

islam ist nicht gleich islamisten.

genauso wie christentum nicht gleich christäffinisten.

jede instrumentalisierung von religion zu politischen zwecken ist abzulehnen.

und kebebastandln sowie frauen, die aus gründen die mit dem islam übrigens überhaupt nichts zu tun haben, ihr haar verhüllen sind mir in österreich weit lieber als diese geistigen tiefseetaucher mit dem kreuz in der hand und den zugehörigen hakerln in der lederhose.

zu wem und wie die beten ist deren privatsache und an der verfassungsmäßig garantierten religionsfreiheit werdet auch ihr äffen nix ändern.

H. Kienhammer
17.06.2009 14:50
Es ging um den Iran ....

... siehe ein paar Zeilen weiter oben.

Wenn ein Wächterrat unter Vorsitz von Ayatollah Ahmad Dschannati über den Ausgang von Wahlen entscheidet, ist das für Sie offenbar keine Instrumentalisierung von Religion zu politischen Zwecken.

Zeigen S' mir einen einzigen demokratischen Staat auf der Welt in dem die Moslems die Mehrheit haben.

Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette ....brauch' ich nicht weiter zu zitieren - die Erdogan-Botschaft kennen Sie sicher. Gegen's Beten hat niemand was!

Bevor S' da herumpolitisieren ziehen S' lieber die Lederhosen an, gehn S' zum Kebabstandl und kaufen Sie sich einen Döner extra scharf!

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
18.06.2009 11:04
"Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind."


dass mir das erst jetzt auffällt...

treuherziges geständnis, äffe.

aber ka sorge, wir wissen des eh.

und dass euch mizzi und konsorten dabei ned stören wollen is uns auch schon aufgefallen.

frangas, non flectes
18.06.2009 13:06

Das war ein Zitat von Erdogan, du Luschi.

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
18.06.2009 20:51

wer hat dich gefragt. lauf zu mami und lass dir windeln wechseln.

frangas, non flectes
18.06.2009 21:30

Du hattest mit 17 noch Windeln? Darfst nicht von dir auf andere schließen.

H. Kienhammer
18.06.2009 13:00

Cool down, Keppelonkel!

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