Grüne punkten besonders stark

16. Juni 2009, 11:34
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FPÖ verlor am meisten durch die Briefwahl

Wien - Die Grünen sind die Partei, die am stärksten von der Briefwahl profitiert. Und sie haben bei der EU-Wahl bei den "späten" Briefwählern noch weitaus besser abgeschnitten als bei den "frühen", ergab eine Analyse der ARGE Wahlen. Auch die ÖVP erzielte - wie schon früher bei den Wahlkarten - bei den Briefwählern ein überdurchschnittliches Ergebnis. Alle anderen Parteien schnitten bei der Briefwahl schwächer ab als bei der Urnenwahl, am schwächsten die FPÖ.

Die Grünen kamen am Wahlsonntag auf 9,50 Prozent, mit der Zwischenauszählung der Briefwahl am 9. Juni auf 9,74 und mit der Endauszählung am 15. Juni auf 9,93 Prozent. Bei den "frühen" Briefwählern erreichten sie 13,2 Prozent, bei den "späten" 23,5. Ihr durchschnittliches Briefwahlergebnis (15,02 Prozent) war um die Hälfte höher als das Urnenwahlergebnis. Damit lagen sie bei den Briefwählern - anders als im Gesamtergebnis - vor der FPÖ auf Platz 4 und nur knapp hinter Hans Peter Martin.

"Frühe" Briefwähler waren die 185.482, deren Stimmen bereits am Dienstag nach der Wahl bei den Bezirkswahlbehörden eingelangt waren und in der Zwischenauswertung ausgezählt wurden. Dazu kamen bis gestern, Montag, noch die Wahlkarten von 40.273 "späten" Briefwählern. Insgesamt entschieden sich 225.755 Wahlberechtigte für die Briefwahl, das machte 7,7 Prozent der abgegebenen Stimmen aus.

Einbußen

Die ÖVP profitierte von der Briefwahl auch, aber weniger als die Grünen: Ihr Ergebnis vom Wahlsonntag (29,69 Prozent) verbesserte sich auf 29,98 Prozent. Und sie schnitt bei den "späten" Briefwählern etwas schlechter ab als bei den "frühen".

Das traf auch auf alle anderen Parteien zu - wobei sich die Ergebnisse von SPÖ, Martin, FPÖ und BZÖ durch die Briefwähler insgesamt verschlechterten. Am größten waren die Einbußen für die FPÖ, die von 13,08 Prozent am Wahlsonntag auf zuletzt 12,71 Prozent fiel. Bei den Briefwählern kam sie nur auf 8,32 Prozent, das waren etwa zwei Drittel des Urnen-Ergebnisses.

Die geringsten Einbußen bescherte die Briefwahl der SPÖ, die am 7. Juni auf 23,85 Prozent und inklusive Briefwahl auf 23,74 kam. Hans Peter Martin verlor mit Auszählung der Briefwahl 0,20 Prozentpunkte auf nun 17,67 Prozent. Das BZÖ fiel von 4,66 Prozent am Sonntag auf nun 4,58. (APA)

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