Aufklärung über Mammografie nötig

16. Juni 2009, 10:45
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Frauen laut Befragung der Frauenselbsthilfe schlecht informiert

Über das Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs wissen viele Frauen noch immer zu wenig. Jede zweite Frau zwischen 50 und 69 Jahren ist der Meinung, die Untersuchung könne die Entstehung von Brustkrebs verhindern. Das hat jetzt eine Befragung von Teilnehmerinnen der Vorsorgeuntersuchungen durch die Frauenselbsthilfe nach Krebs in Zusammenarbeit mit der Women's Health Coalition ergeben.

Doch auch andere Wissenslücken wurden deutlich. Demnach hält ein großer Teil der Teilnehmerinnen die erbliche Vorbelastung für den Hauptauslöser für die Entstehung von Brustkrebs. Dies gilt allerdings tatsächlich nur für jede zehnte bis 20. Erkrankung. Darüber hinaus ist 60 Prozent der Frauen nicht bewusst, dass das Lebensalter und die Entstehung des Krebses in der Brust in einem engen Zusammenhang miteinander stehen.

Die Expertin Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs, fordert deshalb, dass Frauen ausreichend informiert sein sollten, wenn sie sich für oder gegen die Mammografie zu entscheiden haben. Es ist anzunehmen, dass Frauen, die irrtümlich glauben, die Untersuchung könne die Entstehung einer Brustkrebserkrankung verhindern, eine entsprechende Entscheidung nicht objektiv treffen können. (red)

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    Mammografie-Screening

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