Gezielte Angriffe auf Webseiten der iranischen Regierung

16. Juni 2009, 09:42
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Mehrer Internet-Auftritte mittlerweile nicht mehr erreichbar - KritikerInnen befürchten Legitimierung der Blockaden durch die offiziellen Stellen

Die Auseinandersetzungen im Gefolge der umstrittenen  Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad werden derzeit nicht nur auf den Straßen Teherans geführt, zunehmend verlagert sich der Konflikt auch ins Web. So werden über soziale Netze mittlerweile immer öfter Aufrufe zu Angriffen auf iranische Regierungswebseiten verbreitet, dies berichtet Wired.

DDOS

Gemeinsam sollen die Online-AktivistInnen Distributed-Denial-of-Service-Attacken gegen einzelne Webpages durchführen. Durch den massiven Zugriff werden dabei die Server in die Knie gezwungen, und können in Folge auf "normale" Anfragen nicht mehr reagieren. Gleichzeitig gibt es aber auch Aufrufe direkt in die entsprechenden Rechnern einzubrechen um die Webpages über die Ausnutzung von Sicherheitslücken zu "knacken".

Einschränkung

Wie erfolgreich diese Kampagnen sind, lässt sich derzeit nicht wirklich zuverlässig abschätzen, klar ist allerdings, dass einige prominente Seiten wie ahmadinejad.ir oder leader.ir derzeit wegen Überlastung kaum oder gar nicht mehr erreichbar sind. Eine Situation, die allerdings nicht alle RegimekritikerInnen als Erfolg verbuchen, so gibt es auch Stimmen, die davor warnen, dass mit solchen Aktionen indirekt der "Cyberkrieg" der iranischen Regierung legitimiert werden könnte. So könnte auch der "Einfluss ausländischer Kräfte" zur als Argument für weitere repressive Maßnahmen herangezogen werden.

Attacken

Bereits vor Ende der Wahlen waren teilweise SMS-Services abgeschalten worden, auch regierungskritische Seiten verschwanden von der Bildfläche. Seit Beginn der Proteste versuchen die Behörden ihr Bestes von der Opposition genutzte Plattformen wie Facebook, Twitter oder Youtube zu blockieren, offenbar mit unterschiedlichen Erfolgen. (apo)

Philip Poten
12
16.6.2009, 15:24
DDOS Attacken = SEHR SEHR SCHLECHT

Das macht naemlich hauptsaechlich die Leitungen in den Iran zu und stoert die iranische Fuehrung UEBERHAUPT NICHT (wer braucht schon webserver wenn man gewalt hat) - hingegen stoert es die Dissidenten EXTREM.

Also, lasst das, und sagt das bitte auch weiter.

Zwei Und Vierzig
00
18.6.2009, 22:42

Also normalerweise werden durch DDOS Attacken nicht die gesammte Bandbreite des Internet's lahm gelegt, sondern einzelnen Dienste ...

Außerdem bei Fullduplex Anbindungen steht natürlich separate Uplink und Downlink Kanäle zur Verfügung ... also sollten sich daher Inbound und Outbound Trafik nicht in die Quere kommen. Inbound wären in diesem Fall die DDOS Pakete ... Outbound jene Pakete die aus dem Iran heraus an Twitter und Co geschickt werden...

Philip Poten
00
16.6.2009, 15:21
Nachrichtentechniker?

Heute abend wirds vorraussichtlich im Metalab eine Runde geben die an einem einfach nachzubauenden Radiosender fuer iranische Dissidenten arbeitet.

Wer Nachrichtentechniker ist und wirklich ahnung von sowas hat, soll bitte so gegen 20:00 dort auftauchen und sich bemerkbar machen.

kontakt fuer updates: meshugga@gmail.com, twitter.com/meshugga

derEine
00
16.6.2009, 13:32
Was für ein Argument:

"Stimmen, die davor warnen, dass mit solchen Aktionen indirekt der "Cyberkrieg" der iranischen Regierung legitimiert werden könnte"

Und Leute sollten nicht auf die Straße gehen, weil dass weitere repressive Maßnahmen legitimieren könnte...

brumey
00
16.6.2009, 13:13
und das ist auch gut so!

HACK THE PLANEET

etepetete
00
17.6.2009, 08:52

das heißt Captain Planet.

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