Pkw-Neuzulassungen weiter gesunken

16. Juni 2009, 09:13
27 Postings

Die Zahl der neu zugelassenen Autos sank im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf rund 1,27 Millionen Fahrzeuge

Brüssel/Frankfurt - Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist in Europa den dreizehnten Monat in Folge zurückgegangen. Die Zahl der neu zugelassenen Autos sank im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf rund 1,27 Millionen Fahrzeuge, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Dienstag in Brüssel mit. In den vergangenen fünf Monaten habe der Rückgang damit insgesamt 13,9 Prozent betragen.

In den 15 westeuropäischen EU-Mitgliedsstaaten fiel der Rückgang mit 2,7 Prozent etwas geringer aus. Mit einem Plus von knapp 40 Prozent auf 385.000 verkaufte Wagen setzte sich Deutschland deutlich von den rasant schrumpfenden Märkten in Skandinavien und Großbritannien ab. In Irland und Finnland halbierten sich die Verkäufe, in Großbritannien stand ein Minus von 25 Prozent zu Buche. In Spanien, Schweden und den Niederlanden kämpften die Hersteller mit Einbrüchen von einem Drittel. Dagegen reichte es in Frankreich, Österreich und Griechenland zu einem kleinen Zulassungsplus.

In Westeuropa lag die Zahl der Neuzulassungen im abgelaufenen Monat - der im Durchschnitt einen Arbeitstag weniger aufwies - bei rund 1,2 Millionen Autos. Während Deutschland mit plus 39,7 Prozent (384.578 Pkw) den größten Zuwachs verzeichnete, sanken die Neuzulassungen in Großbritannien um 24,8 Prozent und in Spanien sogar um 38,7 Prozent.

Plus in Deutschland

Insgesamt ging die Zahl der neu zugelassenen Pkw seit Jahresbeginn in Westeuropa um 12,8 Prozent zurück. Nur Deutschland verzeichnete ein Plus, das bei insgesamt 22,8 Prozent lag.

In den neuen EU-Staaten wurden im Mai 26,0 Prozent weniger Pkw neu zugelassen. Nur Tschechien (+20,5 Prozent) und die Slowakei (+46,4) verzeichneten Zuwächse. Den größten Rückgang meldete Lettland mit minus 80,4 Prozent.

Mit Blick auf die europäischen Hersteller verzeichnete die Volkswagen Gruppe im Mai den größten Zuwachs mit plus 3,1 Prozent auf 278.933 Wagen, gefolgt von der Fiat Gruppe mit einem Plus von 2,0 Prozent auf 116.243 Autos. Bei VW war vor allem die Kernmarke VW gefragt, die um 9,2 Prozent zugelegte. Ein leichtes Plus verzeichnete auch die spanische Tochter Seat. Die Zulassungen für die Marke Audi sanken hingegen um 8,9 Prozent.

BMW leidet

Unter den deutschen Herstellern ging vor allem die Zulassungszahl bei BMW deutlich um 14,1 Prozent auf 65.490 Stück zurück (Marke BMW -15,3 Prozent und Mini -8,2 Prozent). Daimler meldete einen Rückgang von 8,9 Prozent auf 61.714 Einheiten (Mercedes -8,8 Prozent und smart -9,3 Prozent). Die Neuzulassungen für die Marken Opel/Vauxhall sanken im Mai um 9,6 Prozent. Das größte Plus im abgelaufenen Monat verzeichnete der koreanische Hersteller Hyundai mit 25,1 Prozent auf 29.309 Neuzulassungen in Europa. Mit Blick auf die einzelnen Auto-Marken war insbesondere die zu Renault gehörende rumänische Dacia gefragt. Hier verdoppelte sich die Zahl der Neuzulassungen (+99,8 Prozent) auf 24.894 Fahrzeuge. (APA/dpa-AFX/Reuters)

 

 

Share if you care.