Erste Satelliten für EU-Navigationssystem Galileo sollen 2010 starten

15. Juni 2009, 22:31
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Transport in Auftrag gegeben

Paris - Die ersten Satelliten für das milliardenschwere europäische Navigationssystem Galileo werden voraussichtlich in etwa einem Jahr ins All geschossen. Die Europäische Weltraumorganisation ESA beauftragte am Montag die Raketen-Betreibergesellschaft Arianespace mit dem Transport der ersten vier High-Tech-Geräte. Sie sollen zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2010 in Umlaufbahnen in etwa 23.000 Kilometer Höhe gebracht werden, teilte Arianespace am Montag in Paris mit.

Als Startplatz ist der europäische Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guayana vorgesehen. Als Transportmittel werden zwei russische Sojus-Raketen zum Einsatz kommen.

Galileo soll von 2013 an Autofahrern, Landwirten oder Rettungsdiensten eine metergenaue Ortung bieten und so dem US-System GPS Konkurrenz machen. Ursprünglich sollte das europäische Prestigeprojekt bereits 2008 an den Start gehen. Wegen Streitigkeiten unter den Firmen eines einst vorgesehenen Industriekonsortiums sowie den Regierungen um den Sitz von Kontrollzentren gab es immer wieder Verzögerungen. Für das Galileo-Programm stehen bis 2013 mehr als 3,4 Milliarden Euro bereit. (APA/dpa)

 

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