EU will Bewertung der Integrationspolitik verbessern

15. Juni 2009, 20:56
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Eckpunktepapier wurde verabschiedet

Berlin - Die Integrationspolitik in den Ländern der Europäischen Union soll künftig mit Hilfe gemeinsam entwickelter Indikatoren besser bewertet werden können. Dieses Ziel sieht ein Eckpunktepapier vor, das am Montag auf einer EU-Konferenz in Berlin verabschiedet wurde. Unterzeichnet wurde das Dokument von Vertretern aus Deutschland, Tschechien, Frankreich, Schweden und Spanien. "Damit kommen wir gemeinsam ein großes Stück weiter bei der Frage, wie Integrationspolitik bewertet und evaluiert werden kann", erklärte die Integrationsbeauftragte der deutschen Regierung, Maria Böhmer. Durch Monitoring würden Fortschritte bei der Integration messbar.

Viele EU-Mitgliedsländer haben bereits Bewertungs- und Monitoringverfahren eingerichtet oder arbeiten daran. Erkenntnisse sollen über die Themenfelder Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Sprache, Wohnen und Einkommen gewonnen werden. Böhmer erklärte, die Mitgliedsstaaten könnten ihre Integrationspolitik am besten gestalten, wenn sie voneinander lernten.

Böhmer hatte Vertreter europäischer Länder nach Berlin eingeladen. Damit griff sie eine Vereinbarung des vergangenen Treffens der EU-Integrationsminister im November im französischen Vichy auf. Damals war verabredet worden, sich künftig regelmäßig darüber auszutauschen, wie der Erfolg von Integrationspolitik bewertet werden kann. (APA/AFP)

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