City-Fußgängerzone bald fertig

15. Juni 2009, 20:52
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Erste Belastungstests der Neupflasterung positiv - Swarovski präsentierte neuen Standort

Die Arbeiten für die Innenstadt-Fußgängerzonen befinden sich derzeit in der Halbzeit. Grundsätzlich sei rund die Hälfte der Neupflasterung von Graben, Kärntner Straße und Stock-im-Eisen-Platz fertig, freut man sich im zuständigen Ressort von Stadtrat Rudolf Schicker (S). Somit schreiten die Arbeiten zur Neugestaltung des Areals, die am 16. Februar begonnen haben, zügig voran. Bis spätestens 15. November will man die Gesamtarbeiten abgeschlossen haben.

Dabei zeigt man sich nach den ersten Belastungstests - da bereits zu Ostern das erste Teilstück freigegeben wurde - zufrieden mit dem gewählten Material. Der Belag sehe sehr gut aus und ein wenig Patina bekomme jede Straße. Das Design der 14 Zentimeter dicken Granitplatten in drei verschiedenen Grautönen samt schwarzer Schmucksteine geht auf den Entwurf des jungen Architekten Clemens Kirsch zurück, der im Jahr 2007 den Wettbewerb für sich entscheiden konnte.

Einzig die Klärung der Lampenfrage steht noch aus. City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) tritt vehement für die Wiederaufstellung der einstigen Maiglöckchen-Variante ein, während die Stadt für den von Kirsch vorgestellten, modernen Entwurf plädiert. Beide Seiten sehen nach wie vor die jeweils andere am Zug.

Swarovski an der Arbeit

Am Montagabend sind auch erste Details zum neuen Wiener Standort des Tiroler Swarovski-Konzerns präsentiert worden. Vorgesehen für das dreistöckige Areal an der Kärntner Straße 24, das im Dezember eröffnet wird, sind mit vielen transparenten Elementen versehene Verkaufs- und Präsentationsräume, die nach außen hin mittels flexibel bespielbarer Lichtfassade Aufmerksamkeit erregen soll. Man wolle eine "kleine lichtvolle Behauptung" schaffen, übte sich Andreas Braun, Geschäftsführer der projektleitenden "d. swarovski tourism services GmbH", in Bescheidenheit.

Für den neuen Auftritt in der Bundeshauptstadt investiert das für seine Kristallkreationen bekannte Unternehmen rund 15 Mio. Euro. Rund 50 Mitarbeiter sollen sich ab dem Eröffnungstag um die Kundschaft kümmern, wobei mit bis zu 800.000 Besuchern pro Jahr gerechnet wird. Untergebracht sind die künftigen "Wunderkammern" im jenem Gebäudekomplex, indem sich auch das Hotel Ambassador befindet.

Swarovski verfügt in der Wiener Innenstadt bereits über zwei Shops. Diese werden wohl langfristig nicht erhalten bleiben: "Wir werden sicher nicht drei Filialen haben", kündigte Braun etwaige Schließungen nach der Eröffnung der neuen "Plattform", mit der eine "Theatralisierung des Kauferlebnisses" angestrebt werde, an. Genaueres werde in den nächsten Monaten entschieden. (APA)

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