2009 mehr Verlust als geplant erwartet

15. Juni 2009, 19:27
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Aussagen im Finanzausschuss: 29 Millionen Minus nicht erreichbar - Auch ORF-Anlagestrategie wird geprüft

Die ORF-Führung erklärte Montag im Finanzausschusses, die geplanten 29 Millionen Euro Minus 2009 seien nicht zu schaffen. So jedenfalls berichten das Mitglieder des Ausschusses dem STANDARD nach der Sitzung. Der Verlust werde voraussichtlich höher ausfallen.

Der Finanzausschuss beharrt auf der Vorgabe, der ORF müsse 2010 ausgeglichen zu bilanzieren. Das bedeute: Die Anstalt müsse 8 bis 10 Prozent ihrer Kosten einsparen.

Die Stiftungsräte erweitern auch das Betätigungsfeld der Wirtschaftsprüfer: Sie sollen zu den bisher berichteten Prüffeldern auch die Veranlagungsstrategie des ORF untersuchen. Bei der Prüfung des TV-Produktionsbetriebs sollen die Prüfer dezidiert auch die Kritikpunkte des Rechnungshofs berücksichtigen.

Die Mehrheit des Finanzausschusses empfiehlt dem Stiftungsrat, Donnerstag die Bilanz 2008 mit knapp 80 Millionen Minus im Konzern und 104 Millionen Minus des ORF ohne Töchter abzusegnen. Bei dieser Abstimmung enthielten sich nach STANDARD-Infos im Ausschuss Franz Medwenitsch (ÖVP) und Hubertha Gheneff-Fürst (BZÖ), der auch Norbert Steger (FPÖ) seine Stimme delegiert hatte. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 16.62009)

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