15 Jahre Freiheitsstrafe für "verlangten Mord"

15. Juni 2009, 19:04
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Schuldspruch lautete auf Mord - Das Urteil ist nicht rechtskräftig

Korneuburg - 15 Jahre Haft für den "verlangten Mord" an einem Freund: So lautete am Montag am Landesgericht Korneuburg das - nicht rechtskräftige - Urteil für einen 36-Jährigen, der im Oktober 2008 einen 38-Jährigen in einem Weingarten in Bad Pirawarth (Bezirk Korneuburg) durch zwei Schüsse in die Brust und den Kopf getötet hatte.

Mit dem Schuldspruch auf Mord folgten die Geschworenen dem Staatsanwalt, der das finanzielle Motiv des Lagerarbeiters betont hatte: Der verschuldete, kranke, lebensmüde Freund hätte ihm für die Tat u.a. zwei Autos, Geld und Schmuck versprochen.

Der Verfahrenshelfer des Angeklagten hatte vom Wunsch des 38-Jährigen, der sich wegen einer Selbstmordklausel in seiner Lebensversicherung nicht selbst töten wollte, gesprochen und auf Tötung auf Verlangen plädiert. "Ich hab' ihm nur geholfen", hatte sich der Beschuldigte zu Prozessbeginn zwar der Tat, aber nicht des Mordes schuldig bekannt. (APA)

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