Spitzen-Gewerkschafter soll Bittner nachfolgen

15. Juni 2009, 17:59
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Obmann Franz Bittner wechselt ab 1. Juli in die Privatwirtschaft

Wien - Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) muss sich ab 1. Juli einen neuen Chef suchen. Obmann Franz Bittner (55) nimmt einen Job in der Privatwirtschaft an. Dem Vernehmen nach handelt es sich um keine Tätigkeit in seinem angestammten Bereich, der Druckereibranche. Über die Hintergründe für seine Entscheidung will Bittner die Öffentlichkeit am Dienstag informieren. Wie es in Sozialversicherungskreisen heißt, sollen auch finanzielle Gründe - nicht zuletzt pensionsrechtlicher Natur - ausschlaggebend sein.

ÖGB-intern wird bereits spekuliert, wer Bittner in der WGKK und im Hauptverband der Sozialversicherung nachfolgen könnte. Interessant ist das vor allem, weil gerade Verhandlungen für eine Gesundheitsreform laufen. Erwartet wird, dass ein "hochrangiger Gewerkschafter" und keiner von Bittners Stellvertretern zum Zug kommt. Genannt werden Rudolf Kaske von der Gewerkschaft Vida und Metaller-Chef Rainer Wimmer.

Als Gewerkschafter hat Bittner Profil bei Druck, Journalismus, Papier (DJP) gewonnen - diese Gewerkschaft wurde unter seiner Führung mit der Privatangestelltengewerkschaft zur GPA-DJP fusioniert, wo Bittner stellvertretender Vorsitzender ist. Aus der Gewerkschaft hört man, dass Bittner diese Funktionen weiter behalten wird - allerdings ohne die übliche Aufwandsentschädigung. (go/DER STANDARD-Printausgabe, 16. Juni 2009)

  • Franz Bittner bleibt Gewerkschaftsfunktionär, allerdings unbezahlt.
    foto: bka

    Franz Bittner bleibt Gewerkschaftsfunktionär, allerdings unbezahlt.

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