Halbzeit bei Zahlungs­verkehrsumstellung

15. Juni 2009, 15:43
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Zahlungsverkehr und Infrastruktur in 31 europäischen Ländern werden schrittweise vereinheitlicht - mit Video

Wien - Seit Anfang 2008 ist die schrittweise Umsetzung der Single Euro Payments Area (SEPA) für den einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa im Gange. Seither werden der Zahlungsverkehr und die Infrastruktur für Euro-Zahlungen in insgesamt 31 europäischen Ländern schrittweise standardisiert.

Das Austrian Payments Council (APC), das sich aus Vertretern der heimischen Kreditinstitute, der Bundessparte Bank und Versicherung in der WKÖ, des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zusammensetzt, koordiniert die Umsetzung von SEPA in Österreich. Um den Konsumenten die Vorteile des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums "bildlich" näher zu bringen, hat das APC ein Internet-Video zur Verfügung gestellt.

Schrittweise Umsetzung

Der erste Schritt der Umsetzung war Anfang 2008 die Einführung der SEPA-Überweisung, die für Inlands- und grenzüberschreitende Euro-Überweisungen im SEPA-Raum angewendet wird. Sukzessive sollen damit die existierenden Überweisungslösungen abgelöst werden. Der zweite Schritt mit der Einführung der SEPA-fähigen Zahlungsanweisung erfolgte Mitte 2008. Diese ersetzt bei österreichischen Geldinstituten in den nächsten Jahren nach und nach die bisherigen Zahlscheine, Erlagscheine und Euro-Standardüberweisungen. Es folgen 2009 und 2010 noch zwei weitere Schritte: das SEPA-Einzugsverfahren und die SEPA-Kartenzahlung.

BIC und IBAN

Ein internationaler einheitlicher Zahlungsverkehrsraum braucht nicht nur einheitliche Zahlungsverkehrsinstrumente, sondern auch einheitliche und international gültige Identifikationsmöglichkeiten für Kunden und Banken. Daher wurden die IBAN, als international gültige Kontonummer, und der BIC, als weltweit gültige Bankleitzahl, eingeführt. IBAN und BIC ersetzen im Zahlungsverkehr die bisherigen nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen. (red)

 

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