Betrogene Ehefrau wollte Nebenbuhlerin beseitigen

15. Juni 2009, 13:02
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Angeklagte: "Sie hat mich so provoziert und ich war zornig"

Wien - Eine 30-jährige Frau muss sich seit Montag wegen versuchten Mordes vor einem Wiener Schwurgericht zu verantworten hat. Als die verheiratete Frau von einem außerehelichen Verhältnis ihres Mannes erfuhr und sich die Nebenbuhlerin nicht bereiterklärte, die Beziehung zu beenden, wollte sie sie beseitigen.

Die Angeklagte stellte der verhassten Rivalin mit Hilfe ihres Cousins eine Falle. Unter der Vorgabe, ihr einen regulären Job in Österreich beschaffen zu können, vereinbarte der Mann mit der 26-Jährigen ein Treffen im nördlichen Bosnien. Die Nebenbuhlerin wurde an ein abgelegenes Waldstück verbracht, wobei die Angeklagte während der Fahrt auf sie eintrat und -schlug und ihr unter anderem mehrere Kieferbrüche zufügte. Danach wurde die Frau gezwungen, Schlafmittel einzunehmen. Der Cousin entkleidete im Anschluss die 26-Jährige teilweise, um sie zu demütigen, was die betrogene Ehefrau fotografierte.

Am Ende, als das Opfer bereits am Rande der Bewusstlosigkeit war, musste die Frau ätzende Säure trinken und wurde auch mit dieser übergossen. Dann setzte sich laut Anklage die Ehefrau ans Steuer ihres Wagens und fuhr über den reglos am Waldboden liegenden Körper. Da der Komplize versicherte, die Frau wäre bereits tot, verließen die beiden den Tatort. Das Opfer kam irgendwann zu sich, konnte sich zu einer Straße schleppen, wo sie am nächsten Morgen zufällig von einem Soldaten aufgelesen wurde.

Die mittlerweile 30 Jahre alte Frau ist seither körperlich und psychisch ein Wrack. Ihre Speiseröhre ist infolge der Säure praktisch zerstört worden, die Frau kann nur mehr schluckweise Babynahrung zu sich nehmen. Ihre Stimmbänder sind kaputt, so dass ihr das Kommunizieren nur mehr unter äußerster Anstrengung möglich ist.

"Sie hat mich so provoziert und ich war zornig", gab die Angeklagte an. Als Lichtbilder der entstellten Frau den Geschworenen vorgelegt wurden, zuckten diese teilweise entsetzt zusammen. Nach Darstellung ihrer Rechtsvertreterin lebt die 30-Jährige bei ihren Eltern, verlässt das Haus nicht mehr, ist berufsunfähig und meidet jeglichen Kontakt zur Außenwelt. (APA)

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