Anzengruber bleibt Anzengruber

16. Juni 2009, 12:08
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Wiederauflage der Biennale in der Kaffeehausinstitution

Wien - "Wichtig ist, dass wir eine Ausstellung in einem Kaffeehaus machen und nicht ein Kaffeehaus in einen neuen Ausstellungsraum verwandeln wollen", erklärt Verena Kaspar. Das Anzengruber, eine Kaffeehausinstitution für Aktivitäten vom kollektiven WM-Schauen bis zur nächtlichen Ästhetik-Diskussion, bleibt eben das Anzengruber. Kaspar gehört zum sechsköpfigen Organisationsteam der Anzengruber-Biennale. Diese wurde im aufgeregten Kunstsommer 2007 ins Leben gerufen - auch als Augenzwinkern zu den Events an der Kunststrecke Kassel-Venedig- Basel. Eine einmalige, unaufgeregte Sache, so dachte man damals.

Dachte. Nun gibt's die erste Wiederauflage. Wie die Arbeiten der rund 50 teilnehmenden Künstler (u. a. Katrina Daschner, gelitin, Dan Perjovschi) aber aussehen, das sei bis Dienstag offen, erzählt Mitinitiator Christian Kobald. So was gehört eben auch zum Charme der Biennale, die ein "Re-Scaling" von der großen Idee einer Biennale ist. Thematische Klammer gibt es in Wien jedoch keine, hier steht die Idee der Community, des Netzwerks im Vordergrund: Denn Initiatoren wie Künstler eint ihr quirliges Engagement, die Freude am Machen, daher will man auch kein Fördergeld. Kaspar: "Wir wollen nicht irgendwelchen Ansprüchen gerecht werden." (Anne Katrin Feßler, DER STANDARD/Printausgabe, 16.06.2009)

Hinweis:
Eröffnung mit Rede von Fritz Ostermayer und Dirigent Michael Klar am Klavier, 19.00; Café Anzengruber, 4., Schleifmühlg. 19, bis 20. 6.

  • Artikelbild
    plakat: anzengruber biennale
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