Pristina unterhält nur minimale Kontakte mit UNMIK-Chef

15. Juni 2009, 11:59
68 Postings

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon soll am Mittwoch seinen jüngsten Bericht dem UNO-Sicherheitsrat präsentieren

New York/Belgrad/Pristina - Die Situation im Kosovo sei ruhig mit sporadischen Vorfällen im Norden, hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in seinem jüngsten Bericht zum Kosovo festgestellt, welchen er dem UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch präsentieren soll. Die Behörden in Pristina (Prishtina) würden nur "minimale Kontakte" mit UNMIK-Chef Lamberto Zannier unterhalten.

"Die kosovarischen Behörden gehen im Einklang mit der Verfassung der Republik Kosovo vor und haben wiederholt die Beendigung der UNMIK-Mission unter dem Hinweis verlangt, dass die UNO-Resolution 1244 (vom Juni 1999) nicht mehr ein relevantes Dokument darstelle", meint der UNO-Generalsekretär in dem Bericht. Ban appellierte laut der kosovarischen Tageszeitung "Zeri" gleichzeitig an Belgrad und Pristina, eine "enge Zusammenarbeit mit Vertretern der internationalen Gemeinschaft fortzusetzen, um die Spannung zu verringern und Lösungen auf friedliche Weise" zu finden.

Probleme im Norden

Die Gemeinden im Nord-Kosovo und der Norden von Mitrovica agieren nach Angaben Bans weiterhin getrennt vom Rest des Kosovo. Lokale serbische Politiker würden davon ausgehen, dass die UNMIK und die Schutztruppe KFOR die einzigen legitimen internationalen Missionen seien, stellte der UNO-Generalsekretär in seinem Bericht fest. Sie widersetzten sich auch jeglicher Änderung in der Kommandokette der Polizei, durch welche die Polizei im Nord-Kosovo mit der Polizei in Pristina direkt verbunden würde.

Nach Angaben des UNO-Generalsekretärs bleibt die Zahl der zurückgekehrten Flüchtlinge im Kosovo weiterhin enttäuschend klein. Zwischen Jänner und April waren demnach nur 137 Flüchtlinge, darunter 24 Albaner und 30 Serben, in den Kosovo zurückgekehrt. (APA)

Share if you care.