Hat Google Angst vor Bing?

15. Juni 2009, 10:55
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Google-Mitgründer Sergey Brin soll persönlich ein Entwickler-Team leiten, das sich mit Microsofts Bing auseinandersetzt

So wie Wolfram Alpha zum Start wohl überschätzt wurde, so unterschätzt haben dürften Beobachter Microsofts neue Suchmaschine Bing vor deren Launch. Bislang war die Suchmaschine der Redmonder weit davon entfernt mit Branchenführer Google konkurrieren zu können. Das könnte sich nun geändert haben. Google-Mitgründer Sergey Brin soll eine intensive Auseinandersetzung mit Bing veranlasst haben, wie die New York Post berichtet.

Eigenes Team

Brin führt demnach selbst ein Team von Entwicklern an, das einerseits dringende Updates an Google durchführen und andererseits herausfinden soll, inwiefern sich die Suchalgorithmen von Bing von Googles eigenen unterscheiden. Brins persönlicher Einsatz zeige, dass man Bing in Mountain View wohl ernster nehme als Microsofts Suchmaschine bisher. Eine offizielle Bestätigung gebe es von Google allerdings nicht.

Hohes Marketing-Budget

Sowohl User als auch Beobachter haben Bing bislang gute Zeugnisse ausgestellt. Der Start des Suchdienstes wird von einer 100 Millionen Dollar schweren Marketing-Kampagne begleitet, mit der Microsoft versucht, die Nutzer davon zu überzeugen, dass Bing ihnen bei Entscheidungen helfen könne. Bing konzentriert sich vor allem auf Suchergebnisse in den Kategorien Shopping, Reisen, Gesundheit und lokale Suche. Die Redmonder vermeiden es aber direkt gegen Google oder Yahoo zu schießen.

Anteile steigen

Ersten Untersuchungen zufolge soll Bing gegenüber Vorgänger Live Search bereits ein paar Prozentpunkte zugelegt haben. Laut ComScore sollen Microsofts Marktanteile von 9,1 Prozent innerhalb einer Woche auf 11,1 Prozent gestiegen sein. Ob es sich dabei um ein dauerhaftes und kontinuierliches Wachstum handelt muss sich erst zeigen. Analysten gehen indes aber nicht davon aus, dass Microsoft Google so bald damit vom Thron stoßen kann. (red)

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    Bei seinem Flug ins All blieb Google-Mitgründer cool, Microsofts neue Suchmaschine Bing dürfte Sergey Brin indes ins Schwitzen bringen.

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