"Pluralistische Aktionsformen" für ein anderes Bildungssystem

15. Juni 2009, 11:33
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In Deutschland finden vom 15. bis 19. Juni in mehr als 90 Städten beim sogenannten "Bildungsstreik" Protestmaßnahmen gegen das herrschende Bildungssystem statt

In Deutschland findet vom 15. bis 19. Juni in mehr als 90 Städten ein sogenannter "Bildungsstreik" statt. Aufgerufen zu der bundesweiten Aktionswoche hat die Projektgruppe Bildungsstreik, die von vielen Universitätsvertretungen, Teilen der Gewerkschaft und der verschieden Jugendorganisationen der Parteien unterstützt werden. Bewusst sollen viele gesellschaftliche Gruppen angesprochen werden, die gemeinsam mit StudentInnen und SchülerInnen zur Teilnahme an "pluralistischen Aktionsformen" (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen und ähnlichem) eingeladen werden.

Der "Bildungsstreik" soll eine Diskussion über die Zukunft des Bildungssystems anregen und vor allem dem "Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen" auf Schulen und Universitäten Alternativen entgegenstellen, so die Organisatoren in ihrem Aufruf. Sie fordern weiters den freien Bildungszugang und die "Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren" (Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kindergarten-Gebühren), die "öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft", mehr Selbstbestimmung beim Lernen und die "Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungsbereichen". 

"Wir wollen Aufsehen erregen, Druck machen und eine andere Bildungspolitik einfordern. Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar", erklärten die Organisatoren der Aktionswoche.

Am 17. Juni soll die zentrale Großdemonstration von SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden stattfinden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben ihre Mitglieder zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen. (red, dpa, derStandard.at, 15.6.2009)

 

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