Fünfmal hat es im Tor der "Kiwis" eingeschlagen, und Torres & Co. zeigten sich noch gnädig mit dem Außenseiter
Rustenburg - Europameister Spanien hat zum Auftakt des
Confederations Cups in Südafrika Nobody Neuseeland schwindelig
gespielt und sich endgültig zum Turnierfavoriten gekürt. Bei der
5:0-(4:0)-Torgala in Rustenburg war Fernando Torres der Mann des
Abends: Der Stürmerstar des Liverpool FC legte am Sonntag mit einem
Blitz-Hattrick (6./14./17. Minute) die Grundlage zum Sieg der "Furia
Roja", die ihre imposante Rekordserie auf 33 Länderspiele ohne
Niederlage ausbaute.
Vor nur 15.000 Fans im Royal Bafokeng Stadion vollendeten Cesc
Fabregas (24.) und David Villa (48.) den Start nach Maß für den
EM-Champion, der in Gruppe A die Führung vor Gastgeber Südafrika und
Irak übernahm, die sich im schwachen Eröffnungsspiel 0:0 getrennt
hatten. Die Neuseeländer warten dagegen auch bei der dritten
Confed-Cup-Teilnahme nach 1999 und 2003 auf ihren ersten Punktgewinn.
Die Iberer, die sich mit einer Safari auf ihr Auftaktmatch
eingestimmt hatten, legten auch ohne ihren verletzten Top-Akteur
Andres Iniesta rasant los, der nicht zu bremsende Torres schockte die
gnadenlos überforderte Hintermannschaft des Ozeanienmeisters mit
seinen Länderspiel-Toren 20 bis 22. Die Treffer des
Liverpool-Legionärs wurden ebenso schön über die starke linke Seite
vorbereitet wie Fabregas' Zugabe. Damit waren die "Kiwis", die mit im
Schnitt 1,85 Metern das größte Team dieses Turniers stellen, in knapp
25 Minuten auf Normalmaß geschrumpft.
Auch nach dem Wechsel war der Weltranglisten-82., der selbst nur
zweimal auf das Tor von Iker Casillas zielte, chancenlos. Vor allem
Glen Moss zwischen den Pfosten des Außenseiters war zu bemitleiden.
Wie schon zuvor wurde er auch beim fünften Gegentreffer von seinen
Vorderleuten im Stich gelassen. Verteidiger Andy Boyens schlug bei
einer Hereingabe unbeholfen über das runde Leder und gestattete Villa
sein 29. Länderspieltor. Damit ist er nun gemeinsam mit Fernando
Hierro zweitbester spanischer Torschütze hinter Raul (44).
Der starke Juan Capdevila (58.) und Villa (59.) ließen in der
Folge weitere gute Einschussmöglichkeiten für den nun Kräfte
sparenden Weltranglisten-Ersten aus, bei dem Albert Riera Spielmacher
Iniesta gut ersetzte. Auch Vicente del Bosque ist unterdessen weiter
auf Rekordkurs: Der Nachfolger von EM-Coach Luis Aragones weist mit
elf Siegen in Serie den besten Einstand eines Trainers weltweit auf. (APA/dpa)