Schmuggelanleihen vermutlich echt

14. Juni 2009, 19:08
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Anleihen im Wert von umgerechnet 96 Milliarden Euro wurden in Italien sicher gestellt

Mailand - Die in Italien sichergestellten Anleihen im Wert von umgerechnet 96 Milliarden Euro, die zwei Männer über die italienische Grenze in die Schweiz schmuggeln wollten, sind zumindest teilweise echt. Das hat ein Vertreter der italienischen Finanzpolizei bestätigt.

Zu dem Fund gehören, wie berichtet, zehn sogenannte Kennedy-Bonds zu je einer Mrd. Dollar und 249 US-Staatsanleihen mit einem Nennwert von je 500 Mio. Dollar. Die Zöllner hatten die Papiere am 3. Juni im doppelten Boden eines Koffers entdeckt. Die im Zug Richtung Schweiz reisenden Besitzer - zwei Japaner über 50 - sind in Haft.

"Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität", sagte Oberst Rodolfo Mecarelli.

Bei Echtheit der Wertpapiere drohen den Schmugglern hohe Strafen, da es verboten ist, Beträge über 10.000 Euro in Nicht-EU-Länder auszuführen, ohne sie beim Zoll anzugeben. Der Staat dürfte 40 Prozent der beschlagnahmten Summe behalten: Das wären etwa 38,5 Milliarden Euro. (dpa/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 15.6.2009)

 

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