Grüne Vorwahlen

Grüne ringen mit ihren Unterstützern: Auch Kurden wollen wählen

14. Juni 2009, 18:17

Vertreter der kurdischen Gemeinde versuchen bei der Kandidatenerstellung der Grünen mitzumischen

Wien - Die Wiener Grünen können sich derzeit vor "Unterstützern" kaum retten. Neben der Internet-Initiative gruenevorwahlen.at, die bei der Kandidatenerstellung für die nächste Landtagswahl mitbestimmen will, versuchen auch Vertreter der kurdischen Gemeinde die scheinbar offenen Türen einzulaufen. Laut Parteistatut können sich bei den Wiener Grünen auch Nichtmitglieder als "Unterstützer" registrieren lassen und bei der Listenerstellung mitstimmen.

Mehr als 500 "Außerirdische" haben sich schon gemeldet, neben den "Internet-Fuzzis" , wie sie von manchem Grünen-Gemeinderat abfällig genannt werden, viele Kurden. Das Problem der Grünen: Leute von außen, wenn sie koordiniert sind, könnten die Liste auf den Kopf stellen. Zwei Kurden wollen sich selbst der Wahl stellen und haben ihre Unterstützer organisiert: Alisan Ilkay und Senol Akkilic.

Die Grünen sind skeptisch: Lassen sie alle Unterstützer, die sich gemeldet haben, zu, könnten diese in kurdischer Geschlossenheit ihre Kandidaten nicht nur fix in den Gemeinderat hieven, sie könnten theoretisch die Liste auch so beeinflussen, dass jemand anderer als Parteichefin Maria Vassilakou an die erste Stelle gewählt werden könnte. Die Kurden als Unterstützer abzulehnen und nur die "Internet-Fuzzis" zuzulassen könnte aber ausgerechnet den Grünen als Ausländerdiskriminierung ausgelegt werden. (völ, DER STANDARD, Printausgabe, 15.6.2009)

 

Kommentar posten
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leojus
00
21.6.2009, 19:22

So wie sie das hier schreiben stimmt das ja gar nicht.

xruxl
00
19.6.2009, 19:23
USA

Wie wird das eigentlich in den USA gehandhabt? Muss man da Parteimitglied sein, um an den Vorwahlen teilnehmen zu können?

zweyenstein
 
00
21.6.2009, 13:58

nö. bei den amerikanischen vorwahlen sind alle wahlberechtigt, bei den grünen vorwahlen nur die selbsternannten grünen vorwähler.

herbert backtrack
01
18.6.2009, 14:39
Ein demokratischer Wahlverein mit Meinungsdiversität

Dass nicht alle bei den Grünen die Vorwahlen kategorisch ablehnen zeigt am deutlichsten dieses Video: http://ichmachpolitik.at/questions/458

Maria Vassilakou, Klubobfrau der Grünen Wien im Rathaus steht offensichtlich voll hinter der Initiative und ermutigt alle, es auch bei erstmaliger Ablehnung noch einmal zu versuchen.

Walter Bimini
01
18.6.2009, 13:04
jetzt sind das erste mal die grünen selber betroffen.

wenn es um ihre eigenen jobs geht, dann verstehen sie keinen spaß mehr. und man sieht wiedereinmal, daß die grünen nur von der basisdemokratie schwätzen. natürlich hat man es auch schon beim lissabon vertrag gesehen. auch da waren die basisdemokratie schwätzer für die sogenannte "repräsentative demokratie" - die offizielle formel für "fast eine demokratie".

Alex Blüml
11
18.6.2009, 12:23

Die Grünen verkommen zum Wahlverein. Die Protagonisten der sogenannten Vorwähler, gespickt mit ehemaligen Kommunisten und ÖVPlern, scheinen ihr Ziel bald erreicht zu haben.

Difool
 
00
19.6.2009, 16:37
Lieber user mit dem Nick "Alex Blüml":

Posten Sie öfters wortwörtlich das selbe?
http://derstandard.at/?url=/pli... 0/13262826

Davon abgesehen ... Quellen? *ggg*

rechtscheipfehler
02
18.6.2009, 13:03

die unfähigen basteln offensichtlich schon an einer dolchstosslegende.

Walter Bimini
00
18.6.2009, 12:15
da kann man sich nur auf die gemeinderatswahlen freuen.

die grünen werden wieder wie bei der eu wahl in der gewohnten art und weise zulegen.

einE einzelneR MitarbeiterIn
53
17.6.2009, 15:48
Solidarität mit Alisan Ilkay und Senol Akkilic!

Gegen fremdenfeindliche Tendenzen und Ausländerdiskriminierung bei den Grünen.
Was genau spricht gegen z.B kurdische KandidatInnen im Gemeinderat und auf auf den Listen?

Heavy Heavy Low Low
01
17.6.2009, 21:23

Z.B. mangelnder Bekanntheitsgrad und Zweifel an deren politischer Kompetenz. Auch die Grünen Vorwähler wollen nicht Hinz und Kunz in den Landtag hieven.

rechtscheipfehler
03
18.6.2009, 07:29

von politischer kompetenz ist bei den grünen gemeinderäten - von vassilakou abwärts - auch jetzt nix da. das ist also kein argument.

Heavy Heavy Low Low
01
18.6.2009, 12:37

Dann nennen Sie es meinetwegen "politische Erfahrung".

Aber schauen Sie: Ich hab ja rein gar nichts gegen frische Gesichter auf der Liste. Das können natürlich auch Kurden, Inder, Japaner oder sonstige Immigranten sein. Nur wird hier genau das versucht, was den Grünen Vorwählern immer vorgeworfen wird: Nämlich gezielt einen bestimmten Kandidaten zu pushen, ohne dass sich dieser erst einmal der Öffentlichkeit stellen und irgendetwas von sich hervorbringen muss. Wer weiß, vielleicht kommt das noch, aber angenommen seine kurdischen Unterstützer haben eine Mehrheit bei der Landesversammlung, hat er das gar nicht nötig. Wohingegen die Grünen Vorwahlen ja eben auf diese Öffnung und Hinwendung der potentiellen Kandidaten zu den Wählern abzielen.

Tom93
22
17.6.2009, 20:12
gegen sie spricht wohl dass sie gewählt werden könnten!

und wo wären ausgezeichnete madatarinnen wie eine marie ringler dann?

es kann nicht sein das angepasste opportunistInnen einfach so abgewählt werden, wo kämen wir dahin!

Bluestone
04
16.6.2009, 22:22
Bemerke ich da Ausländerfeindliche Tendenzen bei den GrünInnen??

Walter Bimini
02
18.6.2009, 12:11
die grünen sind das erste mal selbst betroffen.

da geht es ja um ihre eigenen posten und das finden die grünschwätzer gar nicht mehr lustig.

Andronikos
01
18.6.2009, 00:03
Ja.

Anscheinend ist die Realität nun auch bei den Grünen angekommen.

r. g.4
12
16.6.2009, 20:35
Wenn die GrünossInnen glauben, dass viele Türken die

griechische FeministIn Vassilakou wählen, dann haben sie sich aber gründlich geirrt.

Träume sind Schäume
01
16.6.2009, 22:45
Die GrüneInnen stehen über Gruppendenken.

Sie teilen Menschen nicht in Gruppen von Geschlechtern, sexueller Orientierung, Migranten, Innländer, .....

Moment was schreib ich da, genau das tun sie, also passt das gut zusammen.

Lustknabe
32
16.6.2009, 13:11
Ein Ausschluss der KurdInnen

von dem grundlegenden Menschenrecht demokratischer Mitbestimmung müsste als blanker Rassísmus gewertet werden. Allein schon die Diskussion über einen möglichen Ausschluss der KurdInnen ist - es muss so gesagt sein - rassístisch! Oder wie kommen die Grünen zu dem durch nichts begründeten Generalverdacht, die KurdInnen würden nur ihre eigenen Leute wählen und auf diese Weise die Partei der Grünen zu einem Vehikel ihrer Nationalinteressen machen?

Comagena
14
16.6.2009, 15:44
Wenn das jene Kurden sind

die weiland einst beim Lichtermeer mit Stalinfahnen aufgetaucht sind, denk ich sind die Grünen besser beraten, nicht nach ALLEN Seiten offen zu sein.

Weil nach allen Seiten offen heißt nicht ganz dicht wie wir wissen...

Walter Bimini
01
18.6.2009, 12:12
nicht dicht paßt aber zu den grünen.

lothar matthäus
00
16.6.2009, 12:17
Platz da, jetzt übernehmen wir den Laden?

siebenschlaefer
00
18.6.2009, 20:25
saftladen ;)

siebenschlaefer
45
16.6.2009, 01:01
kann mir den kleinen sarkasmus nicht verkneifen

Ein Hoch auf die Grünen, die es schaffen auch noch die letzten Sympathisanten zu verärgern.

Und ein Hoch auf den Standard der österreichische Staatsbürger mit Migrationshintergrund einzig auf ihr "kurdisch-sein" reduziert.

Bravo!

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