Eine Seltenheit in Queen's

15. Juni 2009, 15:03
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Murray erster britischer Finalsieger seit 1938 - Mit 7:5,6:4 gegen Ja­mes Blake zu seinem ersten Rasen-Titel

London - Der Brite Andy Murray hat den Hoffnungen der Briten auf seinen Titelgewinn beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon neue Nahrung gegeben. Der Schotte feierte am Sonntag beim mit 750.000 Euro dotierten Traditionsturnier im Londoner Stadtteil Queen's topgesetzt mit einem 7:5,6:4 gegen den auf Position sechs eingestuft gewesenen US-Amerikaner James Blake den dort ersten britischen Titelgewinn seit der Zwischenkriegszeit. Davor letzter britischer Queen's-Sieger war Bunny Austin 1938.

"Das war eine große Woche, ich habe eine meiner besten Tennis-Wochen in der Karriere gespielt", meinte Murray zu seinem ersten Titel auf Rasen, dem vierten heuer sowie seinem insgesamt zwölften. "Ich war natürlich ein bisschen nervös, da die Leute seit so lange einen britischen Sieg erwartet haben. Aber ich habe diesem Druck standgehalten. Der Weltranglisten-Dritte hatte im gesamten Turnierverlauf keinen Satz abgegeben.

Aus der "Ecke" des Spaniers Rafael Nadal kommt hingegen ein Dämpfer. Sein Trainer und Onkel Toni Nadal räumt dem Weltranglisten-Ersten nach dessen frühen Paris-Out nämlich nur geringe Chancen ein, dessen Wimbledonsieg 2008 zu wiederholen. "Das Selbstvertrauen steigert die Chancen", erklärte der Coach auf der Homepage der Tageszeitung "El Mundo". "Aber wenn du einmal verlierst, hast du weniger Selbstvertrauen."

Nadal war bei den French Open schon im Achtelfinale ausgeschieden und wird am Dienstag in London zur Wimbledon-Vorbereitung erwartet. Toni Nadal zählt seinen Neffen freilich dennoch zum Favoritenkreis, weitere Titelanwärter seien demnach der Schweizer French-Open-Sieger Roger Federer, der Serbe Novak Djokovic, Murray, der US-Amerikaner Andy Roddick sowie der Argentinier Juan Martin del Potro. (APA/AFP)

 

 

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    Andy Murray mit dem gar nicht kleinen Pott von Queen's.

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