IPIC auf großer Einkaufstour

14. Juni 2009, 17:18
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Staatsfonds aus Abu Dhabi verhandelt mit 30 bis 40 Firmen

Abu Dhabi - Nachdem der arabische Staatsfonds IPIC - Kernaktionär der OMV - seine Beteiligung an der britischen Bank Barclays mit einem Milliardengewinn wieder verkauft hat, will IPIC inmitten der Wirtschaftskrise auf große Einkaufstour gehen. Der Chef des Staatsunternehmens aus Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), Chadem Al Kubaisi, sagte am Sonntag, IPIC werde in Kürze aggressiv investieren. Mit 30 bis 40 Firmen liefen bereits Verhandlungen. Bis Ende des Jahres sollen demnach einige große Geschäfte unter Dach und Fach gebracht werden.

Im Visier habe IPIC vor allem Unternehmen aus den Bereichen Energie, Raffinerie und Schifffahrt, sagte Kubaisi. Gemeinsam mit den Töchtern sei kurzfristig eine Aufstockung der Beteiligungen um rund ein Drittel auf 30 Mrd. Dollar (21,4 Mrd. Euro) angepeilt. "Wenn man Geld machen oder wertvolle Unternehmen und Aktien kaufen will, dann ist jetzt die Zeit dafür.

Daher sind wir auch bei Barclays, Daimler und anderen eingestiegen", sagte der Manager. IPIC ist über seine Tochter Aabar Investments mit 9,1 Prozent an dem Stuttgarter Autokonzern beteiligt. Die International Petroleum Investment Company (IPIC) hatte sich Anfang Juni nach einem guten halben Jahr von einem Großteil ihrer Barclays-Beteiligung getrennt und dabei einen Milliardengewinn eingefahren. IPIC profitierte dabei von den Kursanstiegen der Finanzwerte in den vergangenen Wochen.(APA/Reuters)

 

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