Virtua Tennis 2009: Spiel, Satz und...

14. Juni 2009, 14:25
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Das Comeback des Arcade-Klassiker bringt Online-Turniere und lädt zum Bolzen ein

Nadals Knie geben den Geist auf und Roger Federer gewinnt nach drei Final-Teilnahmen hintereinander zum ersten Mal in seinem Leben die French Open. In Videospielen ist dies glücklicherweise nicht ganz so schmerzhaft und zeitaufwändig. Einer der legendären Arcade-Klassiker hat mit Virtua Tennis 2009 kürzlich sein Comeback gefeiert.

Arcade

Im Gegensatz zu simulationsbetonten Umsetzungen, wie Top Spin 3, bemüht Sega abermals die Finessen des Arcade-Zeitalters. Anstatt das richtige Schlag-Timing beachten zu müssen oder den Schnitt des Balles miteinzuberechnen, heißt es schlicht härter und gezielter draufklopfen, als das computergesteuerte oder menschliche Gegenüber.

Viel hat sich an diesem Mechanismus nicht geändert, ermöglicht er doch sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen kompetitive Aufeinandertreffen. Und so einfach der Einstieg auch sein mag, in höheren Schwierigkeitsgraden oder in Online-Matches findet man recht rasch seinen Meister.

Runderneuert

Änderungen wurden deshalb vorrangig an der Oberfläche vorgenommen. Unter den 20 Profispielern befinden sich sieben neue Stars und drei "Legenden" - darunter auch Boris Becker. Gespielt wird auf 40 unterschiedlichen Plätzen und variierenden Belägen. Als einziges wirklich vermisst wird das ehrwürdige Rasenturnier von Wimbledon. Ganz offiziell dabei ist die Davis-Cup-Serie mit sämtlichen lizenzierten Austragungsorten.

Dem technischen Erscheinungsbild wurde seit Virtua Tennis 3 (2007) ein frischer Anstrich verliehen. Insbesondere macht sich dies bei den dreidimensional berechneten Zuschauern und den deutlich kürzeren Wartezeiten bemerkbar.

Weltrangliste

Im Mittelpunkt steht die neue Welt-Tour samt integrierter Online-Ranglisten. Dies bedeutet, dass man den Karriere-Modus nicht mehr nur gegen Computer-Gegner bestreiten kann, sondern eine Meisterschaft gegen Online-Spieler aus aller Welt zur Verfügung steht. Der eigens designte Athlet verdient sich mit Turniersiegen Geld und darf sich damit neue Goodies und Outfits aus dem virtuellen Tennisladen besorgen.

Der Karriere-Modus umfasst neben den eigentlichen Matches eine Reihe von Übungseinheiten und Minispielen, die den Wettbewerbsalltag auflockern sollen. Das Angebot der 12 unterschiedlichen Tennis-Games reicht vom Piratenschiff-Versenken bis zum Tennis-Tetris. Recht amüsant, wenngleich einige der Übungen eher enervieren als gefallen.

Auch allein oder offline

Am meisten Spaß macht wie gehabt die Partie zu zweit oder zu viert vor dem eigenen Fernseher. Schnelle Spiele zwischendurch, Einzel, Doppel oder kleine Turniere stehen zur Wahl und werden durch die Mini-Games aus dem Karriere-Modus ergänzt.

Wer alleine Online spielt, findet über ein simples aber recht gut funktionierendes Match-Making-System in wenigen Minuten einen passenden Partner. Spielumfang, Plätze und Spieler lassen sich frei bestimmen.

Nervende Gitarren

Wirklich öd sind lediglich die monotonen E-Gitarren-Sounds der Hintergrundmusik, die am besten stumm genossen werden.

Insgesamt lädt Virtua Tennis 2009 zum raschen Match zwischendurch ein und sorgt mit der Welt-Tour auch für Langzeitmotivation. Die einfache Steuerung machen es zum idealen Party-Game. Wer auf der Suche nach einem komplexeren Tennis-Spiel ist, greift besser zur Top Spin-Serie. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 14.6.2009)

  • Virtua Tennis 2009 (Sega) ist bereits für PS3 und Xbox 360 erschienen. Versionen für PC und Wii folgen am 19. Juni.
    foto: sega

    Virtua Tennis 2009 (Sega) ist bereits für PS3 und Xbox 360 erschienen. Versionen für PC und Wii folgen am 19. Juni.

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