Atomwissenschaftler tot in Fluss gefunden

14. Juni 2009, 12:30
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Behörden ordneten Autopsie der Leiche an

Neu Delhi - Ein indischer Atomwissenschaftler ist unweit einer Nuklearanlage im Süden des Landes tot in einem Fluss gefunden worden. Wie der Sender NDTV am Sonntag berichtete, ordneten die Behörden eine Autopsie der Leiche an. Der 47-Jährige war am vergangenem Montag von einem Spaziergang nicht zurückgekehrt und galt seitdem als vermisst. Da der Mann Zugang zu sensiblen Informationen des indischen Atomprogramms gehabt haben soll, hatten örtliche Medien zunächst über eine mögliche Entführung spekuliert. Sprecher im Atomkraftwerk Kaiga im Unionsstaat Karnataka hatten die Berichte jedoch zurückgewiesen.

Indien betreibt seit Jahrzehnten ein eigenes Atomprogramm und hatte 1974 erstmals Atomwaffen getestet. Anschließend verhängte die internationale Gemeinschaft ein Lieferverbot für Atomtechnik und nukleares Brennmaterial in das südasiatische Land, das erst im Oktober vergangenen Jahres wieder aufgehoben wurden. (APA/dpa)

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