"Man belohnt Banken, statt sie zu bestrafen"

14. Juni 2009, 10:26
  • Jörg Finsinger: Weil offenbar die Verursacher, also die Banken und die eng verwandten Produktgeber z.B. der Immobilienaktien, die meist mit Banken eng verbandelt sind, - man denke an Immofinanz und Constantia und an Meinl-, für den Schaden nicht verantwortlich gemacht werden, sucht man sich die Schuldigen in der zweiten Reihe.
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    Jörg Finsinger: Weil offenbar die Verursacher, also die Banken und die eng verwandten Produktgeber z.B. der Immobilienaktien, die meist mit Banken eng verbandelt sind, - man denke an Immofinanz und Constantia und an Meinl-, für den Schaden nicht verantwortlich gemacht werden, sucht man sich die Schuldigen in der zweiten Reihe.

Finanzwissenschafter Jörg Finsinger bricht eine Lanze für AWD und Co und fürchtet, dass die Politik das Übel nicht an der Wurzel packt

derStandard.at: Im Gefolge der Finanzkrise rutschte der Ruf vieler "Finanzdienstleister" in den Keller. Zu Recht?

Jörg Finsinger: Der Ruf der Banken und damit der Produktgeber ist in der Krise in den „Keller gerutscht". Die Banken und banknahe Institutionen haben fragliche Werte gut verpackt und über nichtsahnende Vermittler an Investoren oder Anleger verkauft. Der Sonderfall der Immobilienaktien ist nicht grundverschieden: wurde da nicht durch Kurspflege und Kursmanipulation bei allen "Immos" der wahre Wertzuwachs verschleiert? Zum Teil konnten sie dabei sogar andere Banken und die Versicherer täuschen.

derStandard.at: Jetzt werden die Banken gestützt...

Finsinger: Banken sind auch Opfer anderer skrupelloser Banken geworden, nicht nur die Privatanleger. Die von den Politikern gefühlten Sachzwänge führten weltweit zu massiven Stützungen der Banken auf Kosten der Steuerzahler. Dabei belohnt man die Banken oder Produktgeber statt sie zu bestrafen! Nur der Privatanleger wird nicht gestützt, er muss mittelfristig über höhere Steuern oder über Geldentwertung die Zeche bezahlen.

derStandard.at: Für Sie sind also die Vermittler bzw. Verkäufer der Papiere unschuldig an der ganzen Misere?

Finsinger: Weil offenbar die Verursacher, also die Banken und die eng verwandten Produktgeber z.B. der Immobilienaktien, die meist mit Banken eng verbandelt sind, - man denke an Immofinanz und Constantia und an Meinl-, für den Schaden nicht verantwortlich gemacht werden, sucht man sich die Schuldigen in der zweiten Reihe, eben unter den unabhängigen Vermittlern, die den Verkauf betrieben haben. Ist es nicht so, dass ein großer Teil von ihnen durch die Produktgeber ebenfalls getäuscht worden sind und ihre Verkaufssprüche wirklich glaubten? Die Bankenverkäufer etwa - haben die nichts falsch gemacht? Die haben die Immos doch auch verkauft.

derStandard.at: Es gibt nun jede Menge Reformideen...

Finsinger: Es ist nicht leicht zu beweisen, aber es ist fast sicher so, dass die unabhängigen Vermittler, also Vermögensberater und Makler, unter Berücksichtigung aller Umstände die bessere Beratung bieten. Die Reforminitiativen des Gesetzgebers von der extrem teuren Mifid-Umsetzung bis hin zu den in Reaktion auf die Immos geplanten Maßnahmen werden die Vermittlung allenfalls geringfügig verbessern. Die Vermittler werden dann aber so stark reglementiert und mit so hohem Aufwand konfrontiert sein, dass viele aufgeben werden. Die Reformen werden die Unabhängigen in die Abhängigkeit treiben und somit dezimieren: die bessere weil unabhängige Beratung wird dann immer rarer werden. Was will ich damit sagen: Wenn die Politik im Reformeifer das Übel nicht an der Wurzel packt, also beim Produktgeber ansetzt, wird er halt das Übel nicht loswerden und zugleich im Reformeifer das prinzipiell Gute behindern.

derStandard.at: Stichwort Übel und Strukturvertrieb - Gibt es in der Branche strukturelle Probleme?

Finsinger: Unabhängige Finanzdienstleister haben bei Mystery-Shopping stets eher gut abgeschnitten: selbst der KONSUMENT stellte bei einem Test zur Vorsorgeberatung fest, dass sie mehrheitlich besser und umfassender beraten als Banken und Versicherungen. Auch beim "Beratertest Österreich", der vom unabhängigen Marktforschungsinstitut "M&Oh" durchgeführt wurde, schnitten sie am besten ab. Das stimmt nachdenklich...

derStandard.at: Daneben gibt es zum Beispiel aber auch noch AWD. Das System wurde sehr stark kritisiert. Da hieß es etwa, die Kunden seien nicht ausreichend auf Risiken hingewiesen worden, bzw. ein Problem liege auch im AWD-internen Provisionssystem.

Finsinger: Der unabhängige Berater muss natürlich von der Provision leben und dies kann die Beratung durchaus beeinflussen. Soweit heute die Provisionen offengelegt werden, gibt es da aber auch kein Versteckspielen mehr. Der Kunde weiß dann, wie viel er implizit Provision bezahlt. Dem AWD wird zu Unrecht häufig vorgeworfen, seine Berater verkauften provisionsgeleitet. Die Provisionen beim AWD sind aber einheitlich, so dass der einzelne Berater dort nicht belohnt wird, wenn er teure Produkte verkauft. Unter den unabhängigen Finanzdienstleistern hat der AWD eine besonders gute Ausbildung. Ausbildung kann aber Beratungsfehler, insbesondere wenn diese von den Produktgebern her angeleitet sind, nicht völlig eliminieren.

derStandard.at: Haben schlicht die Konsumenten falsche Erwartungen in Sachen Finanz-Beratung?

Finsinger: Die Konsumenten haben Erwartungen, die nicht brutal enttäuscht werden dürfen. Leider sind weder sie noch manche Berater in der Lage, mit mehr oder weniger Raffinesse zum Schaden der Anleger und zur Selbstbedienung der Produktgeber gestrickte Produkte zu erkennen. Auch dem AWD sollte man zugute halten, dass er nicht hinter die Immofinanz hat schauen können. Ich will keine Namen nennen, aber ich kenne Vorstandsdirektoren, die für die Bank und die Versicherung sowie für sich privat Immos gekauft haben.

derStandard.at: Was würde helfen?

Finsinger: Wer nun etwa die Illusion der Politiker teilt, mit strengen Vorschriften für die Ausbildung und die Vorschaltung von Eingangsprüfungen würde man den Verkauf von schlechten Produkten verhindern können, der irrt sich. Mehr Transparenz in der Produktwelt und insbesondere Sanktionen für die eigentlichen Verursacher würden wohl mehr Wirkung haben.

derStandard.at: Was unterscheidet einen "guten" von einem "schlechten" Finanzdienstleister und was darf ein Konsument von ersterem erwarten?

Finsinger: Finanzdienstleister bieten ihren Rat in Konkurrenz an. Solange das der Fall ist, kann der Konsument sich mehrere Angebote einholen und vergleichen. Ein kluger und damit guter Konsument fragt bei mehreren Finanzdienstleistern und vielleicht zugleich beim Produktgeber an. Dann vergleicht er. Dabei wird er den guten vom schlechten Finanzdienstleistern unterscheiden lernen. Die guten Finanzdienstleister werden erfolgreich sein, die schlechten werden weniger Umsatz machen. Nur wird es auch schlechte Finanzdienstleister immer geben, man kann sie nicht verhindern, wenn man sie nicht ganz abschaffen kann. Der gute Finanzdienstleister analysiert die Vermögenssituation und insbesondere die Liquidität des Kunden und ermittelt den für Investments oder sonstigen Produkten wie Versicherungen zur Verfügung stehenden Betrag. Dann werden sie über Ertrag und Risiko von geeigneten Investments informieren. Dazu gehört insbesondere auch die Flexibilität: kann man jederzeit aussteigen, Ja oder Nein?

derStandard.at: Gibt es überhaupt "schlechte" Anlagetipps?

Finsinger: Natürlich gibt es schlechte Anlagetipps und schlechte d.h. riskante oder mit hohen Kosten belastete Produkte. Hohe im Produkt versteckte Kosten, Verwaltungskosten, insbesondere sind von außen schwer zu erkennen. Die Provisionsoffenlegung hilft da nur bedingt und ist verzerrend. Eine Bank wird geringe Provisionen an Mitarbeiter zahlen: die Bürokosten und die Gehälter der Angestellten können dem einzelnen Produkt nicht zugeordnet werden. Also scheint die Verkaufsprovision gering zu sein. Aber die Kosten sind dennoch da.

derStandad.at: Kann/muss es Qualitätskriterien geben und wie schlägt sich das in der Praxis nieder?

Finsinger: Risiken sind nicht immer leicht zu erkennen, dafür gibt es auch keine allgemeinen leicht formulierbaren Kriterien. Insbesondere die strukturierten Garantieprodukte sind oft schwer durchschaubar, wenn man die verbleibenden Risiken beurteilen möchte. Wenn es um die Altersvorsorge geht, muss man auf 20 oder 30 Jahre in die Zukunft sehen. Wer dann auf diese Sicht Kursrisiken einer Aktienveranlagung oder einer Immobilienveranlagung mit den Risiken einer festverzinslichen Geldanlage vergleicht, der wird keine einfachen Entscheidungskriterien finden: Auf diese Sicht frisst die Inflation die Erträge und teilweise die Substanz bei Festverzinslichen weg.

derStandard.at: So gesehen hätten die Vermittler nicht auf die "falschen Pferde" gesetzt...

Finsinger: Gerade heute setzt der Staat mit den Stützungen der Banken und dem Budgetdefizit letztlich Inflationsgefahren für die Zukunft. Vermittler die also glaubten, dass der Staat unverantwortlich handelt und sowohl die Pension nicht saniert und den Geldwert gefährdet, haben und hatten Recht. Sie haben daher gar nicht falsch geraten, wenn sie Substanzwerte wie Immobilien oder vielleicht auch Aktien für eine langfristige Anlage empfohlen haben. Dass auf so kurze Sicht diese Werte so stark wert verlieren würden, hat doch keiner der Vermittler vorhersehen können.

derStandard.at: Wo lag der Hund dann begraben?

Finsinger: Die Verpacker der Immobilien also die Meinls oder die anderen Immos hätten offen bekennen müssen, dass die stetigen Aufwärtsverläufe der Kurse nur durch künstliche Kurspflege verursacht waren. Nun: Täuschungsversuche gibt man nicht offen zu. (Regina Bruckner)

Zur Person

Univ.Prof. Dr. Jörg Finsinger (Jahrgang 1950) lehrt seit 1990 an der Universität Wien, Lehrstuhl Finanzdienstleistungen, ist wissenschaftlicher Beirat der Fachakademie für Finanzdienstleister (FAF), korrespondierendes Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften und selbst Vermögensberater.

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AWD ist seriös?

Der AWD ist nicht besser und auch nicht seriöser als andere Anlageberatungsunternehmen. Es wird lediglich Geld hin- und hergeschoben und der Staat kassiert immer fleißig mit. Warum sollte der Staat also den Bürger vor diesen Auswüchsen schützen. Alles das gleiche Gesindel. 1) Steuern kann man nicht sparen sondern nur stunden, 2) Eine Geldanlage die man mit gesundem Menschenverstand nicht versteht ist faul, 3) Wenn jemand abkassiert dann ausschließlich die Banken. Ich habe mein Lehrgeld schon bezahlt und ich habe nur mit seriösen Banken und Anlageberatern zusammengearbeitet.

Was FDL können und was nicht!

eine Darstellung der Welt der FDL so wie sie ist und nicht wie ein Wissenschaftler glaubt dass diese ist:
http://4wardseconomy.blogspot.com/2009/06/f... wider.html

ADR Kunden

finanzberater spezialisieren sich bei veranlagungsprodukten auf die sogenannten ADR Kunden (A lt, D aemlich, R eich)

Täuschungsversuche

Es gibt ein geläufigeres Wort für die Täuschungsversuche der Verkäufer von Immobilienaktien: *Betrug*
Immobilienaktien mittels Kursmanipulation zu einem überhöhten Preis zu verkaufen ist *Wucher*

Interessanterweise werden diese Herrschaften aber nicht eingesperrt sondern mit de facto zinsfreien Krediten belohnt.

Zur Person

Univ.Prof. und Vermögensberater.

Es ist nicht gar nicht so lange her, das war sowas unfassbar.

Ein paar Jahre wird es noch dauern, danach haben wir einen eigenen AWD-Lehrstuhl. I find´ des super.

Der Anleger

trägt immer das volle Risko, wärend sich die Vermittler OHNE Risiko ein schönes Leben machen können.

Dann kommt noch der Staat und kassiert wieder ohne Risiko einen Teil.

Da fragt man sich warum es in Zeiten wie diesen noch Leute gibt, die 'nicht fest verzinste Wertpapiere' kaufen?

Vermutlich weil sie denken, dass es sonst keinen Ausweg gibt aus der Inflationsfalle.

So ist es leider:

<Dabei belohnt man die Banken oder Produktgeber statt sie zu bestrafen! Nur der Privatanleger wird nicht gestützt, er muss mittelfristig über höhere Steuern oder über Geldentwertung die Zeche bezahlen.>

Die Finanzindustrie hatte ein riesiges Lügengebilde (eine Scheinwelt) zusammengezimmert und alle hatten daran geglaubt. Jetzt sitzen sie sprachlos da und gehen zum Staat betteln.

Erst in vielen Jahren, wenn all das bereinigt wurde und die unseriösen aus dem Markt verdrängt wurden, kann man wieder Finanzprodukte (mit Vorsicht, wie immer!) kaufen.


denk ich mir schon lange

endlich sagt es auch mal wer...??

'Kauf'-Mann Finsinger

Haben Sie so etwas wie eine Meinung und brauchen Sie ein pseudowissenschaftliches Gutachten dafür?

Dann wenden Sie sich bitte an Herrn Finsinger, eine branchenweit bekannte Größe in diesem Bereich.

Lol, das stimmt wohl.

Ich empfehle Finsinger zu googlen, evntl. in Verbindung mit Vch ;)

... und vor allem auch in

Verbindung mit USI.

Die Horizontalen

So ein pseudowissenschaftliches Gutachten des Herrn Finsinger ist mir auch schon mal untergekommen.
Das erinnert mich an die in der Finanzkrise zu Ehren gekommene Weisheit: "Gutachter sind das horizontale Gewerbe der Wirtschaft."
Selbst das WIFO muss sich genau überlegen, wie kritisch es "wissenschaftet", weil sonst werden die Mittel der IV usw. gestrichen ......... !!!
Auch staatliche Kontrollbehörden funktionieren ähnlich, weil sie geheim und von parteiergebenen Günstlingen geführt werden.

Unabhängiger Finanzoptimierer oder Verkäufer?

Der AWD-Berater kam als "unabhängiger Finanzoptimierer" und ging als Verkäufer von Immobilienaktien. Warum: Weil dafür die höchsten Provisionen an die Berater geflossen sind. Und warum wurde beim Abschwung nicht verkauft? Weil der AWD Bestandsprovisionen kassiert hat. Der AWD hat optimiert - die eigenen Provisionen!

Man belohnt Banken, statt sie zu bestrafen ...

... das triffts genau!

Allerdings sind die österr. Banken vergleichsweise ja noch harmlose, naive Jongleure.

Betrachtet man die US und britische Banken, so erkennt man, daß über Jahre (ev. Jahrzehnte) ein System aus Lügen, Verschleierungen, Selbstbereicherungen stattgefunden hat, kultiviert wurde und die Welt damit beinahe in den monetären Abgrund gestürzt hat.

All diese Finanzblasen, die gebildet wurden, dienten in erster Linie dazu, Profit vorzutäuschen wo keiner war! Warum? - Nun gut, wenn der Bonus in Höhe von Zig-Millionen Dollar oder Euro von deiner Performance abhängt, dann lieferst du Performance - auf Teufel komm raus.

Und nun ist der Teufel raus! - Und wer bezahlt für das alles ??? - Der/die SteuerzahlerIn ...! ;-(((

Auf die ewigen Beschwerden, dass die Gehälter real nicht steigen, habe ich seit Jahren hier immer wieder behauptet, dass die ganzen Finanzzahlen in den Bilanzen eine einzige riesige Blase sind. Was musste ich mir da anhören?

Jetzt ist diese Blase geplatzt und die Buchgewinne und Fehlinvestitionen sind weg und die Bilanzen passen wieder besser zu den Gehältern.

Man muss nur Geduld haben, der Markt regelt das wieder.

der Markt und meine Arbeitslosigkeit regelt das wieder

Man muss nur Geduld haben, der Markt regelt das wieder.

leider lässt man den markt seine arbeit ja nicht verrichten.

politiker glauben sie können es besser.

Der Markt hat natürlich auch unangenehme Seiten, besonders wenn er von den Menschen stark manipuliert wird und sich falsche Entwicklungen auftun. Die Auswirkungen wollen dann Politiker verhindern. Das ist vielleicht legitim? Aber sie hätten zuvor die Übertreibungen verhindern sollen, indem sie den Markt die Preise bestimmen lassen. Ein Politiker weiß niemals wo der richtige Preis liegen könnte. Das muss zwangsweise zu Problemen führen.

Ob Banken oder Finanzdienstleister...

Im Kern geht es um das Prinzip Besch..en und Beschi...en werden. Dieses Prinzip wurde zur Handlungsdoktrin der gesamten Wirtschaft. Wenn die Römer Merkur zum Gotter der Händler UND der Diebe machten, dann hatte das einen guten Grund - lediglich der Umstand, dass sich beim Händler das Opfer freiwillig bestehlen lässt, unterscheidet die beiden.

Es stimmt schon, dass

der Unterschied zwischen Banken und Finanzdienstleistern nicht so groß ist - ohne staatliche Garantien wären die Sparbücher selbst erzkonservativer Anleger nicht wirklich sicher. Bei Fonds und Aktien bleibt man einfach früher auf der Strecke.

Die wahre Frechheit aber sind Regelungen wie die 3. Säule der Pensionsvorsorge. Dort wurden von der Politik bewußt die Ansparungen der gutgläubigen Bürger verbraten. Aber was erwartet man von Regierungen die aufs Engste mit der Finanzwirtschaft verflochten sind (siehe Meinl Jachtausflüge...).

<Bei Fonds und Aktien bleibt man einfach früher auf der Strecke. >

Trotzdem sollen diese zukünftigen "Zugewinne" (eher Inflationsausgleich und Risikoabgeltung!) stärker besteuert werden. Den Roten sei Dank.

wer erwartet sich allen ernstets von disem herrn ein unabhaengiges urteil?????

Univ.Prof. Dr. Jörg Finsinger (Jahrgang 1950) lehrt seit 1990 an der Universität Wien, Lehrstuhl Finanzdienstleistungen, ist wissenschaftlicher Beirat der Fachakademie für Finanzdienstleister (FAF), korrespondierendes Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften und selbst Vermögensberater.

ps: jede bank, die ihr geschaeft versteht, macht das geschaeft mit ihren kunden selber.
das vermittlungsgeschaeft ist teuer und risikoreich.

stichwort: fremdwaehrungsfinanzierungen! wurden von einem finanzberater erfunden und sind heute die risikogeisel jedes bank-lending-portfolios

stichwort: fremdwaehrungsfinanzierungen! wurden von einem finanzberater erfunden und sind heute die risikogeisel jedes bank-lending-portfolios

absolut!!!!!

man kann es auf einen nenner bringen:

die banken haben fast unisono grosse fehler gemacht. einer der groessten fehler der banken war

ihre zusammenarbeit mit finanzberatern!!!

... die den banken systematisch profitabilitaet entzogen und ihnen die administrativen kosten und risiken gelassen haben, weil die finanzberater klueger waren als ihre partner.

jede gute bank geht heute aus dem vermittlungsgeschaeft raus und macht es selber.

das ist sozusagen gesetz. wer es heute nicht befolgt, wird sich noch wundern!!!

Nicht Provisionsgeil??
OVB Beratungsgespräch:
Thema abgeschweift zu Privatautos, Zitat OVB Berater (23 Jahre, Schulabrecher!!!): Mein neuer 3er BMW Cabrio wird gerade tiefer gelegt... in meinem Beruf muss ich ja schließlich etwas darstellen.."
IBG Beratungsgespräch & Anwerbeversuch:
Auf dem Schreibtisch lag ein SUV LEXUS Katalog, Zitat Berater (Österreicher 2. Generation,Restyugo.): "Bestellt ist er, wenn nur diese Wartezeiten nicht wären, Kollege hat 4 Monate auf Porsche Turbo gewartet... Du kannst so ein Auto auch haben... Nur 10-15 Verträge im Monat.. Freunde, Bekannte, Famile...das geht schon.."
Wieder OVB (Gebietsleitung!!):
Junge Dame, ca.20 J., Audi A4 Cabrio Zitat:"Ich hab ihn mir und noch mehr verdient"

Spaß an der Arbeit?

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