Netbook-Hersteller verzichten auf Windows 7

14. Juni 2009, 10:37
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Neues Betriebssystem sei für Einsteiger-Modelle zu teuer

Netbook-Hersteller dürften ihre Einstiegsmodelle mit Intel Atom N270- und N280-Prozessoren künftig weiterhin mit Windows XP ausliefern, berichtet das Branchenportal DigiTimes. Grund dafür seien die vergleichsweise hohen Lizenzkosten und die geringe Nachfrage unter den Konsumenten.

Preisfrage

Der aktuelle Preis für eine Windows XP OEM-Version liegt bei rund 25 bis 30 US-Dollar, während Microsoft für die Netbook-Variante von Windows 7 45 bis 55 US-Dollar verlangt. Dies mache es den Herstellern unmöglich, die Kosten für ihre Einsteigergeräte mit Windows 7 auf dem gleichen niedrigen Niveau zu halten.

Verhandlungen für niedrigere Lizenzkosten seien bereits im Gange, meldet DigiTimes.

Nicht notwendig

Da Windows XP die meisten Netbook-Anwender zufriedenstelle, würde Windows 7 kaum helfen, die höheren Preise zu rechtfertigen. Zurzeit konzentriert sich die Mehrheit der Hersteller Windows 7 lediglich mit der nächsten Generation an Intel Atom N450-basierten Mini-Laptops auszuliefern.

Gleichzeitig hat der Prozessorhersteller Intel angekündigt, eine neue Generation von Atom-Prozessoren kommenden Oktober auszuliefern. Der Single-Core-Chip Atom D410 und der Dual-Core-Chip D510 sollen die aktuellen Modelle 230 und 330 ersetzen. (zw)

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DigiTimes

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    Windows XP bleibt vorerst erste Wahl für Netbook-Hersteller

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