Rebellen verüben weitere Anschläge auf Ölförderanlagen

14. Juni 2009, 08:20
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US-Konzern Chevron betroffen

Lagos - In Nigeria haben Rebellen nach eigenen Angaben erneut Anschläge auf Ölfördereinrichtungen des US-Konzerns Chevron verübt. Die im ölreichen Süden aktive Rebellenorganisation Bewegung für die Befreiung des Nigerdeltas (MEND) erklärte, sie habe am Samstag eine Ölbohrstelle und die dazugehörige Ölleitung im Nigerdelta "in die Luft gejagt". Mehrere Stunden zuvor sei bei einem Anschlag ein weitere Bohrstelle und dazugehörige Leitungen "zerstört" worden.

"Ölkriegs"

Am vergangenen Sonntag hatte die MEND den Beginn eines "Ölkriegs" angekündigt. In den darauffolgenden Tagen bekannte sich die Rebellenorganisation zu mehreren Anschlägen auf Chevron-Anlagen. Die Rebellen wollen unter anderem eine stärkere Beteiligung der einheimischen Bevölkerung an den Gewinnen aus der Ölförderung erreichen. Die häufigen MEND-Angriffe auf Ölanlagen haben die Fördermenge in Nigeria deutlich sinken lassen. Wurden 2006 noch 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag gefördert, waren es im Mai nur noch knapp 1,8 Millionen Barrel täglich. (APA/AFP)

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