Dissidentin Molina darf nach Argentinien ausreisen

13. Juni 2009, 23:45
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Jahrelanger Kampf um Ausreisegenehmigung

Buenos Aires - Nach einem jahrelangen Kampf um eine Ausreisegenehmigung darf die kubanische Dissidentin Hilda Molina Familienangehörige in Argentinien besuchen. Molina habe von den kubanischen Behörden einen Pass und die Erlaubnis zur Reise nach Argentinien bekommen, sagte die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner am Freitag vor Journalisten. Dies sei eine "sehr gute Nachricht".

Argentinien erkenne die Geste der kubanischen Regierung an und danke ihr, fügte Kirchner hinzu. Die argentinische Botschaft bestätigte, dass Molina ein drei Monate gültiges Visum ausgestellt worden sei, das verlängert werden könne.

Molina, die am Samstag Richtung Argentinien aufbrechen wollte, sprach von einem "zivilisierten, logischen und rationalen" Akt Kubas. Ihre in Argentinien lebende 90-jährige Mutter sei sehr krank. Die früher der Kommunistischen Partei Kubas nahestehende Neurochirurgin Molina hatte seit 1994 versucht, nach Argentinien zu reisen. Dort leben auch ihr Sohn und ihre Enkel. (APA)

 

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