Mirna Jukic auf der Para­destrecke geschlagen

13. Juni 2009, 21:38
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Russin Jefimowa in Monte Carlo über 200 Meter schneller - Bruder Dinko landet auf Rang drei und fünf - Rogan nur Achter im Rücken­sprint - Europarekord von Biedermann

Monte Carlo (APA) - Die Wienerin Mirna Jukic hat am Sonntag zum Abschluss des Mare-Nostrum-Meetings der Schwimmer in Monte Carlo im Prestige-Duell mit Julia Jefimowa eine knappe Finalniederlage über 200 m kassiert. Österreichs "Sportlerin des Jahres" schlug in 2:24,48 Minuten um 3/100 Sekunden hinter der Russin als Zweitplatzierte an. Zuletzt in Barcelona und Canet hatte Jukic über ihre Paradestrecke gesiegt.

"Ich bin das Rennen nicht so geschwommen, wie ich wollte", meinte Jukic nach dem Rennen etwas enttäuscht. "Auf den letzten 50 Metern bin ich blau gegangen." Die 23-Jährige schrieb diesen Umstand ihrem dichten Wettkampfprogramm im Verlauf der Serie zu, auch hatte sie parallel dazu hart trainiert. "Irgendwann kann der Körper nicht mehr so und die Müdigkeit kommt heraus. Da spürt man dann doch, dass man schon älter ist."

Jukic durfte mit ihren Leistungen bei der Serie aber absolut zufrieden sein, der Fokus ist auf die WM vom 26. Juli bis 2. August in Rom ausgerichtet. Am Sonntag war sie auch noch über 50 m Brust und über 200 m Lagen im Einsatz. Ihren Lagen-Einsatz beendete die Studentin nach 2:21,00 Minuten bzw. Vorlaufrang vier, auf den Finalstart verzichtete die Europameisterin. Im Brustsprint schied sie im Viertelfinale als Fünfte in 31,80 Sekunden aus, verfehlte den Semifinal-Einzug um eine Zehntel.

Die 50-m-Strecken werden im Fürstentum nach einem speziellen Modus ausgetragen, wobei nach dem Vorlauf das Achtelfinale mit vier Vierer-Läufen, das Viertelfinale mit zwei Vierer-Läufen, das Semifinale mit einem Vierer-Lauf und schließlich ein Finale mit einem Head-to-Head-Duell folgt. Markus Rogan hatte sich mit 26,94 Sekunden für das Viertelfinale über 50 m Rücken qualifiziert, da schied der Wiener jedoch in schwachen 26,81 Sekunden als Achtplatzierter aus.

Dinko Jukic wurde am Sonntag über 400 m Lagen in 4:21,71 Minuten Dritter. In 4:13,39 ging der Sieg wie über 200 m Lagen und 200 m Delfin an den Ungarn Laszlo Cseh, dessen Landsmann Gergo Kis wurde in 4:16,94 Zweiter. Über 100 m Delfin belegte der 20-jährige Kurzbahn-Europameister in 53,40 Sekunden Rang fünf. Natürlich steckt auch Dinko Jukic in einer harten Trainingsphase. Die Geschwister Jukic trainieren nun rund drei Wochen in Wien, ehe es ins Camp nach Rijeka geht.

Den einzigen Europarekord der Mare-Nostrum-Serie gab es am Sonntag im Monte-Carlo-Endlauf über 200 m Kraul durch Paul Biedermann. Der Deutsche verbesserte in 1:44,88 Minuten die am 2. August 2002 vom Niederländer Pieter van den Hoogenband bei den Europameisterschaften in Berlin aufgestellte bisherige Bestmarke um 1/100 Sekunde. Im Winter war Biedermann am Epstein-Barr-Virus erkrankt und musste sechs Wochen lang mit dem Training aussetzen.

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