Rote-Brigaden-Sympathisanten zu 15 Jahren Haft verurteilt

13. Juni 2009, 16:59
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Urteil wegen Agitation gegen Verfassung und demokratische Grundordnung

Mailand - Zwei Anführer einer den Roten Brigaden nahestehenden linksextremen Vereinigung sind in Italien zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil gegen Claudio Latino und Davide Bortolato sei von einem Gericht in Mailand gefällt worden, berichtete am Samstag die Nachrichtenagentur ANSA. Zwölf weitere Mitglieder der "Politisch-militärischen Kommunistischen Partei" seien zu Gefängnisstrafen zwischen zehn Tagen und gut zehn Jahren verurteilt worden.

Die Männer waren Anfang 2007 bei einer Polizeiaktion in mehreren Städten Norditaliens festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, gegen die Verfassung und die demokratische Grundordnung agiert zu haben. Bei der Urteilsverkündung stimmten die Verurteilten und mehrere Zuschauer im Gerichtssaal laut ANSA die "Internationale" an.

Die Roten Brigaden werden für fast 15.000 Anschläge in den 70er und 80er Jahren verantwortlich gemacht. In den "Bleiernen Jahren" (anni di piombo) kamen in Italien mehr als 400 Menschen bei Attentaten ums Leben. 1978 entführten die Roten Brigaden den früheren Regierungschef und christdemokratischen Spitzenpolitiker Aldo Moro und brachten ihn um. (APA)

 

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