Regierung entzieht Radiosender Lizenz

13. Juni 2009, 17:09
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Nach Protesten - "La Voz de Bagua" hatte live von Demonstrationen berichtet - 61 Vermisste

Lima - Die peruanische Regierung hat einen Radiosender geschlossen, dem sie die Aufwiegelung von Indigenas und eine Mitschuld an blutigen Unruhen mit mindestens 34 Toten vorgeworfen hatte. Dem Sender "La Voz" (Stimme) in der Amazonasstadt Bagua sei die Sendelizenz entzogen worden, sagte einer der Mitarbeiter, der Journalist Carlos Flores, am Freitag.

Die Regierung von Präsident Alan García hatte mehreren lokalen Radiosendern und auch katholischen Geistlichen vorgeworfen, die Indigenas gegen den Staat aufgehetzt zu haben. Ende vergangener Woche waren dann bei der Räumung einer Straßensperre bei Bagua sowie weiteren Auseinandersetzungen 23 Polizisten und mindestens 10 Zivilisten getötet worden. Die Indigenas, die seit mehr als zwei Monaten gegen neue Gesetze zur Nutzung des Regenwaldes demonstrieren, berichteten jedoch von wesentlich mehr zivilen Toten.

Die Menschenrechtsorganisation Aprodeh legte inzwischen eine Liste mit den Namen 61 seit den Unruhen vermisster Personen vor. Es handle sich um Menschen, die von ihren Angehörigen vermisst würden und nicht in den Listen der Festgenommenen, der in Krankenhäusern behandelten oder geflüchteten Personen auftauchten. (APA/dpa)

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La Primera: Censura en Bagua

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    Gleich vor Gott und dem Gesetz: Indigene bei einer Kundgebung in Lima

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    Auch die als Pocahontas-Darstellerin bekannte US-schweizerische Schauspielerin Q’Orianka Kilcher, deren Vater ein Quechua aus Peru ist, trat bei einer Pressekonferenz in Lima für die Rechte der Indigenen ein.

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