Acht Tote bei Anschlag auf Treibstoffkonvoi

13. Juni 2009, 11:22
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Taliban bekannten sich zu Angriff

Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf einen Versorgungskonvoi für die NATO-Truppen im Süden Afghanistans mindestens acht Menschen in den Tod gerissen. Weitere 21 Menschen wurden verletzt, als der Täter in der Provinz Helmand mit seinem Fahrzeug die mit Treibstoff beladenen Tankwagen rammte. Das sagte ein örtlicher Behördensprecher am Samstag. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend im Kreis Geriskh nahe einem Markt unweit eines NATO- Militärstützpunktes, wo die Lastwagen geparkt waren. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

Bei den Toten handelte es sich demnach um die Fahrer der Lastwagen. Unter den Verletzten waren auch Verkäufer umliegender Stände und Läden. Nach anderslautenden Angaben eines Sprechers des Provinzgouverneurs kam der Selbstmordattentäter zu Fuß und hatte einen Sprengstoffgürtel umgeschnallt. Acht Tanklastwagen und vier Kleinlaster seien in Flammen aufgegangen. Der Treibstoff war für die NATO-geführten Streitkräfte in Süd-Afghanistan bestimmt.

Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban, Qari Mohammad Yousif Ahmadi, erklärte in einem Anruf von einem unbekannten Ort, 33 Sicherheitskräfte seien bei dem Blutbad getötet worden und 13 weitere getötet. Siebzehn Fahrzeuge seien zerstört worden.

Ebenfalls am Freitag wurde ein Soldat der NATO-geführten Afghanistan-Schutztruppe ISAF durch eine Sprengfalle in der selben Region getötet, wie die Allianz mitteilte. Die Nationalität sowie der Ort oder die genauen Umstände wurden wie üblich nicht bekanntgegeben. Die meisten der in Helmand stationierten NATO-Soldaten sind Briten. (APA/dpa)

 

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