Katar soll bis zu 29,9 Prozent übernehmen

20. Juni 2009, 08:36
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Laut Magazin "Focus": Auch Daimler hat Interesse

Berlin - Der Staatsfonds des Emirates Katar soll einem deutschen Medienbericht zufolge deutlich mehr Anteile an Porsche kaufen als bekannt. Bei einem Treffen der beteiligten Familien Porsche und Piech habe Porsche-Chef Wendelin Wiedeking den Anwesenden ein Papier über die künftige Beteiligungsstruktur des Sportwagenherstellers präsentiert, berichtet das Münchener Magazin "Focus" am Samstag. Darin heiße es, dass ein "externer Investor" insgesamt 29,9 Prozent der Porsche-Anteile übernehmen solle - bisher war nur eine mögliche 25-prozentige Beteiligung bekannt.

Der Name des Emirs von Katar sei in dem Schreiben nicht aufgetaucht, obwohl die Verhandlungen mit Vertretern des Scheichs Hamad bin Khalifa al-Thani bereits weit fortgeschritten gewesen seien, berichtet das Magazin weiter. Die Familien hätten sich nicht zu einer schnellen Zusage des Deals durchringen können. Eine Delegation des Emirates Katar werde am Samstag in Deutschland erwartet, um sich erstmals mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) über die geplante Beteiligung an der Porsche-Holding und das Interesse des Emirates an Volkswagen auszutauschen. An einem geheim gehaltenen Ort sollten sich die hochrangigen Vertreter Katars mit Landespolitikern treffen.

Porsche hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit komplexen Optionsgeschäften die Mehrheit der Stimmen bei VW gesichert und hat noch Zugriff auf weitere Anteile. Das "manager magazin" berichtete am Freitag in seiner Online-Ausgabe, dass der Automobilkonzern Daimler ebenfalls eine Beteiligung an Porsche erwäge. Die Gespräche sollen sich demnach in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. (APA/Reuters)

 

 

 

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