Gaddafi sorgt sich um Frauen in der arabischen Welt

13. Juni 2009, 09:00
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Muammar Gaddafi traf in Rom 1000 Frauen: "In der arabischen und islamischen Welt ist die Frau wie ein Möbelstück"

Rom - Der libysche Revolutionsführers Muammar Gaddafi hat bei einem Treffen am Freitag in Rom mit 1000 Frauen aus der Wirtschaft, Kultur und Politik die Situation von Frauen in der arabischen Welt hervorgehoben. "In der arabischen und islamischen Welt ist die Frau wie ein Möbelstück, das man ersetzen kann, wann man will, ohne dass jemand fragt, warum", sagte Gaddafi.

Die Lage der Frauenrechte in der arabischen Welt sei "horrend". In Afrika generell sei die Lage aber ganz anders. "Dort gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Oft bleibt der Mann in der Hütte, während die Frau arbeiten geht", sagte Gaddafi. Der afrikanische Kontinent habe jedoch große Probleme. "Oft gibt es Frauen mit zehn Kindern. Wenn man sie fragt, wo der Vater ihrer Kinder ist, antwortet sie wahrscheinlich, dass sie es nicht weiß, dass sie verlassen worden sind", so Gaddafi.

"Weibliche Revolution"

Der Afrikanischen Union will Gaddafi ein Gesetzesprojekt zur Förderung der Familie, der Vaterschaft und der Ehe. "Wer ein Kind erzeugt, muss dafür verantwortlich sein", so Gaddafi. Die Welt brauche eine "weibliche Revolution", die auf einer "kulturellen Revolution" basieren müsse. Er stehe an der Seite aller Frauen der Welt, die die selben Rechte des Mannes haben sollten.

"Ohne Frauen würde die Gesellschaft auf einem einzigen Bein gehen", so der libysche Revolutionsführer. Er versicherte, dass in der libyschen Gesellschaft "absolute Gleichheit der Geschlechter" gelte.  (APA)

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