Keine Trauer um den Pfau aus Portugal

12. Juni 2009, 17:25
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Manchester-Fans bedauern Ronaldos Abgang nicht - Realist: "Ich hatte meine Zeit mit United. Nun gilt es, nach vorn zu blicken"

Manchester - "Ginge Rooney, wäre ich wirklich traurig. Wegen Ronaldo bin ich es nicht." Eine Stimme aus der Masse der United-Fans spiegelt die in Manchester vorherrschende Meinung zum bevorstehende Transfer von Cristiano Ronaldo zu Real Madrid wider. "Lebe wohl, portugiesischer Pfau" , schrieb der Daily Telegraph. Man werde die Schönheit von Ronaldos Spiel vermissen, aber nicht dessen Theatralik, dessen Selbstverliebtheit. Ronaldo habe Uniteds Seele nie verstanden. "Der Verein ist der Star, nicht der Spieler."

Dem Weltfußballer sind Sentimentalitäten jedenfalls fremd. "Ich hatte meine Zeit mit United. Nun gilt es, nach vorn zu blicken" , sagte der 24-Jährige, der den Wechsel in Los Angeles mit der über viel Freizeit verfügenden Millionenerbin Paris Hilton feierte.

Während die Ablösesumme - rund 94 Millionen Euro - kein Geheimnis ist, darf über das Gehalt, das die Madrilenen ihrem neuen Star zahlen, munter spekuliert werden. Das portugiesische Blatt Publico will von 30.000 Euro pro Tag wissen. Der Sun erscheint das zu wenig, das Boulevardblatt kontert mit 20 Millionen per annum, wenn Ronaldo den Vertrag über sechs Jahre erfüllt.

"Wo ist der Spieler, der die nächsten beiden Saisonen 67 Tore für Manchester schießt?" , fragte die Daily Mail. Als Nachfolgekandidaten werden jedenfalls Bayerns Franck Ribéry und dessen französischer Landsmann Karim Benzema von Lyon genannt. (red, DER STANDARD Printausgabe, 13.6.2009)

 

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