Prager EU-Vorsitz will Sanktionen verschärfen

12. Juni 2009, 16:46
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Maßnahmen sollen "hauptsächlich die treffen, die für die Situation verantwortlich sind"

Prag - Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft hat sich dafür ausgesprochen, Sanktionen gegen die Militärdiktatur in Burma zu verschärfen. "Wir streben an, die Sanktionen klar, stark, streng und zielgerichtet auszurichten", sagte der tschechische Außenminister Jan Kohout am Freitag in Prag. Die Maßnahmen müssten so gestaltet werden, dass "sie hauptsächlich die treffen, die für die Situation verantwortlich sind", sagte Kohout vor einem Treffen der EU-Außenminister, bei dem am Montag in Luxemburg über die Lage in Burma beraten werden soll.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte zuletzt davor, "durch Nahrungsmittelverknappung oder so etwas dazu beitragen, dass die Lage der Zivilbevölkerung weiter verschärft wird". Das seit 1962 durch eine Militärjunta regierte südostasiatische Burma steht derzeit besonders wegen des Prozesses gegen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in der Kritik. (APA/dpa)

 

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