Ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter wegen Spionage für China angeklagt

12. Juni 2009, 16:41
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Dem Angeklagten drohen laut Verteidigungsministerium sechzig Jahre Haft

Washington - Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums ist wegen Spionage für China angeklagt worden. Der 62-jährige ehemalige Vizedirektor des US-Pazifikkommandos in Washington, James Wilbur Fondren, soll in mindestens fünf Fällen geheime Unterlagen an einen Vertreter der chinesischen Regierung weitergereicht haben, wie das Pentagon am Donnerstag unter Berufung auf die Anklageschrift mitteilte. Zudem werde dem früheren Oberstleutnant der Luftwaffe vorgeworfen, mehrfach die Ermittler der US-Bundespolizei FBI belogen zu haben, um seine Spionagetätigkeit zu verschleiern. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu 60 Jahre Haft.

Fondren soll der Anklage zufolge in der Zeit von November 2004 bis Februar 2008 über einen aus Taiwan stammenden Vermittler vertrauliche Unterlagen aus dem Verteidigungsministerium an China weitergeleitet haben. Die US-Regierung hat Peking in der jüngeren Vergangenheit wiederholt der Spionage in den USA bezichtigt. Unter anderem sollen chinesische Computerexperten wiederholt in sicherheitsrelevante Netzwerke der USA eingedrungen sein. Unter anderem haben Hacker das teuerste Waffenprojekt in der Geschichte des Pentagon geknackt und sich so Detailpläne des neuen Kampfflugzeugs F-35 Lightning II verschafft. Peking wies eine Verwicklung in den Datenklau zurück. (APA)

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